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Felix Junghan und Djibril N’Diaye freuen sich über den Erfolg.

„Dieter“ hat Maß genommen: 1:0

Die Oberligisten der TSG Neustrelitz haben es heute beim 1:0 (0:0) gegen den Charlottenburger FC Hertha 06 vor rund 350 Zuschauern im heimischen Parkstadion spannend gemacht. Erst in der 73. Minute konnten die Fans jubeln, als Djibril N’Diaye alias „Dieter“ per Kopf das Leder im gegnerischen Netz versenkte. Der nach der Pause eingewechselte Hannes Toebe hatte die Angriffsspitze mustergütig in Szene gesetzt.

Bereits in der 57. Minute hatte „Dieter“ getroffen, aber die Fahne des Linienrichters ging hoch. Ausgleichende Gerechtigkeit dann in der Nachspielzeit, als beim vermeintlichen Ausgleichstreffer der Gäste auf Abseits erkannt wurde. Dafür mussten sich der Unparteiische Max Mangold aus Berlin und seine Kollegen nach Abpfiff von einem der Charlottenburger Offiziellen übel beschimpfen lassen. Das sollte ein Nachspiel haben!

Die Neustrelitzer waren von Beginn an die spielmachende Mannschaft, während sich die eigentlich stärker eingeschätzten Herthaner auf gelegentliche Konter verlegten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff zeigte TSG-Keeper Felix Junghan eine Glanzparade nach einem krassen Fehler seiner Vorderleute. Das war es dann auch, bis auf die beschriebene Szene in der 92. Minute.

Dmytro Pylypchuk hatte in der zweiten Halbzeit zwei „Riesen“.

Die TSG ist weit davon entfernt, eine Torfabrik zu sein, aber Chancen am Fließband hat sie sich heute erarbeitet. Bereits vor dem Seitenwechsel hätte das Team von Coach Tomasz Grzegorczyk nach „Riesen“ von Djibril N’Diaye und Ryota Okumura, jeweils aus Nahdistanz, führen müssen. Einen Freistoß von Filip Luksik, am Freitagabend dankenswerterweise von Mannschaftsarzt Dr. Michael Schnaidt am Ohr operiert, konnte der Charlottenburger Keeper gerade noch aus der Ecke kratzen.

In der zweiten Halbzeit geht es munter weiter.  Dmytro Pylypchuk darf sich zwei Mal die Haare raufen, ein Fallrückzieher von „Dieter“ streicht knapp am Pfosten vorbei und auch Bartosz Flis darf sich in die lange Liste derer eintragen, die hätten treffen müssen.

Nils Röth hatte es sich trotz gesundheitlicher Probleme nicht nehmen lassen, wenigstens eine Halbzeit zu spielen, Kapitän Filip Luksik ging verpflastert sogar über die volle Spielzeit und zeigt eine Leistung, die selbst von Charlottenburger Spielern mit Hochachtung quittiert wurde. Respekt und Dankeschön!

„ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Der Sieg ist hochverdient, auch wenn ein, zwei Tore mehr drin gewesen wären“, sagte mir Tomasz Grzegorczyk nach der Partie. Schon zur Halbzeit hätten wir führen müssen, so haben wir es uns wieder unnötig schwer gemacht.“ Die Charlottenburger Abwehr sei aber auch nicht einfach zu knacken gewesen.

Die Fahne ist oben. Korrekte Leistung an der Linie, auch wenn es weh tut.

TSG-Präsident Hauke Runge sprach ebenfalls von einem verdienten Erfolg. Und die Schiedsrichterleistung sei absolut in Ordnung gewesen. Die Torausbeute war bei mehreren meiner Gesprächspartner, so auch bei Stadionsprecher Arko Mühlenberg, der einzige Kritikpunkt.

Zwei Neustrelitzer Fans merkten noch an, dass ich falsche Termine für die nächsten Spiele angegeben hätte. Ich habe das eben noch mal überprüft und kann mich nur wiederholen. Am kommenden Sonntag, den 28. Oktober, treten wir in Torgelow an, und am darauffolgenden Freitag, den 2. November, sind die Greifswalder zu Gast bei uns im Parkstadion. Schönen Restsonntag noch!

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