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Fotos: B. Lüthi-Herrmann/NPA Müritz

Vor allem Familien mit Kindern haben am vergangenen Freitag das „Flatterhus“
zur 13. Kratzeburger Fledermausnacht besucht (Strelitzius berichtete vorab). Gemeinsam hatten das Nationalparkamt Müritz, die Gemeinde Kratzeburg, das Müritzeum und der BUND Neubrandenburg vielfältige Aktionen für Groß und Klein vorbereitet. 200 Gäste hatten sich an diesem warmen Sommerabend in Kratzeburg eingefunden, wie das Nationalparkamt mitteilt.

Sie besuchten Forscherstationen, sahen lebendige Fledermäuse wie den Großen Abendsegler (Nyctalus noctula), erfuhren, was auf dem Speiseplan der kleinen Säugetiere steht und quizzten sich mit vielen Fragen zur Lebensweise und zum Vorkommen im Müritz-Nationalpark bis zur gemeinsamen Preisverleihung durch den Abend. Zudem gab es für die Kleinen die Möglichkeit kreativ zu werden.

Mit allen Sinnen wahrgenommen

Neben Bastelstationen für Fledermausmasken und –ketten waren die meisten Kinder wie Fledermäuse geschminkt, spielten Fledermausspiele und hörten Fledermausgeschichten. Auch beim Fledermauskastenbau konnten sie angeleitet mitwirken. Stolze 41 zusammengebaute und bemalte Kästen waren das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit. „So viel Interesse wie dieses Jahr haben wir noch nie an unserem Stand erlebt. Gut, dass wir so viel Holz und Zubehör mitgebracht haben. Es freut uns sehr, dass die Fledermäuse nun ein neues Zuhause finden und wir auf die Lebensweise dieser fliegenden Säugetiere aufmerksam machen konnten,“ so das Ehepaar Marksteiner aus Neubrandenburg, welches mit viel Begeisterung jährlich bei der Kratzeburger Fledermausnacht den Stand betreut.

Mit Technik hörbar gemacht

Ein weiterer Höhepunkt waren die vier parallelen Fledermausführungen in der Dämmerung. Mit sogenannten Batdetektoren präsentierten Ranger des Müritz-Nationalparks und Mitglieder des BUND Neubrandenburgs, wie man welche Fledermäuse in Kratzeburg und Umgebung ohne zu sehen entdecken kann. Mit unterschiedlichen Frequenzen ihrer Ultraschallrufe hörten die Besucher Zwergfledermäuse, Mücken- und Breitflügelfledermäuse. Im anschließenden Nachtfang bestimmten die Gäste unter Anleitung die Nahrung der Fledermäuse – die Nachtfalter der Umgebung. Neben verschiedensten Spannern wie dem Grünen Blatt (Geometra papilionaria) waren auch Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und Hornissen auf das gespannte weiße Betttuch geflogen, welches zuvor mit Licht angestrahlt wurde.

Mit Stockbrot und einem Lagerfeuer in der Feuerschale klang dieser liebevoll gestaltete Abend aus. Die Veranstalter sind sich einig, auch nächstes Jahr die Kratzeburger Fledermausnacht auszurichten. Sie findet dann am 2. August zum vierzehnten Mal statt.