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In der geheizten Kulturscheune wird unter anderem das traditionelle „Oberuferer Christgeburtspiel“ im donauschwäbischen Dialekt aufgeführt. Es hat seine Wurzeln im mittelalterlichen Mysterienspiel.

Die Holde und meine Wenigkeit haben am späten Samstagnachmittag noch eine Runde über den Seewalder Weihnachtsmarkt gedreht, der sich in diesem Jahr im Schulhaus der Waldorfschule angesiedelt hat. Die Kulturscheune ist in diesem Jahr für die Aufführungen des Paradeisspiels (14.30 Uhr) und des Christgeburtspiels (16.30 Uhr) reserviert, damit sich Vorstellungen und Handel nicht in die Quere kommen. Natürlich war uns auch das in diesem Sommer eröffnete Dorfbegegnungszentrum mit dem Laden einen Besuch wert.

In der Schule haben wir mit Geschäftsführer Thomas Gädeke gesprochen, der mit dem Besuch am ersten Tag des Weihnachtsmarktes sehr zufrieden war und für heute ab 12 Uhr noch einmal nach Seewalde einlädt. Gädeke verriet uns, dass er als Chef der Dorf Seewalde gemeinnützigen GmbH zur Zeit an Lehrplänen arbeitet, denn die Waldorfschule, die momentan Schüler bis zur siebenten Klasse besuchen, hat ja eine Genehmigung bis einschließlich Klasse 8 und soll perspektivisch bis zur Stufe 12 aufwachsen (Strelitzius berichtete).

„Außerdem wollen wir nach den erfolgreichen Anfangsjahren jetzt unser Profil schärfen“, so mein Blogfreund, selbst einst Waldorfschüler. Noch Zurückhaltung übte der Geschäftsführer bei meiner Frage nach den Platzkapazitäten. Einstweilen könnten Räume mit genutzt werden, die nur halbtags ausgelastet sind, war lediglich zu erfahren.

Mittelfristig dürfte aber der Weg an einem Erweiterungsbau nicht vorbeiführen. Ein nicht ganz leichtes Unterfangen, denn das alte Schulgebäude steht unter Denkmalschutz, da lässt sich nicht so einfach andocken. Von der finanziellen Belastung für die Seewalder, die mit dem Gutsensemble eigentlich ohnehin eine riesige Baustelle haben, ganz zu schweigen. Aber wer Gädeke kennt, der weiß auch, dass sich der Chef nicht so leicht ins Bockshorn jagen lässt. Und was bislang unter seiner Leitung geschaffen wurde, ist schon bewundernswert.

Also, wer heute noch nichts vorhat, ist in Seewalde gern gesehen. An den Ständen der Werkstätten, aber auch beispielsweise in der Auslage meiner Peetscher Blogfreundin, der Fotokünstlerin Kerstin Zegenhagen, oder im Dorfladen finden sich viele schöne Weihnachtsgeschenke. Darunter ist so manches Unikat. Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt.