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Ich habe meinen Arbeitstag heute mit einem Blick auf ein Hakenkreuz beginnen müssen und leider auch damit beendet. Hinzu kam das Konterfei eines Bundestagsabgeordneten mit Hitlerbärtchen. Das widerwärtige Erlebnis habe ich mit tausenden Autofahrern geteilt, die tagsüber die Kreuzung B 198/B 122 in meiner Heimatstadt Wesenberg passiert haben. Irgendwann in der vergangenen Nacht sind die dort aufgestellten Wahlplakate der Linken, der SPD und der CDU großflächig mit schwarzer Farbe beschmiert worden.

Nun sind derartige Aktionen nicht eben neu. Was mich aber so richtig wütend macht, ist der Umstand, dass nicht schnell genug reagiert wird. Offensichtlich reichen die Kräfte der Parteien aus, die Gegend mit Wahlwerbung zuzupflastern, aber nicht, deren Zustand auch zu kontrollieren. Und so gerät hier eine ganze Region in Misskredit, die derzeit von jeder Menge Touristen bevölkert wird.

Der Tag könnte passender nicht sein. Ebenfalls heute hat die Nachricht die Runde gemacht, dass die Kommunalaufsicht des Landkreises generelle Beschlüsse der Kommunalvertretungen in Mirow und Woldegk gegen Wahlwerbung an Laternen wieder kassiert hat. Gut, dass die Städte das nicht so hinnehmen wollen. Und die Frage, wie es überhaupt erst zu diesen Beschlüssen kommen konnte, verkneife ich mir. Da ist doch wohl der Aufsichtspflicht erst nachträglich genügt worden.