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Bildung, Freizeit, Kultur, Mecklenburg-Strelitz, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Mirow
Die Neustrelitzer Autorin und Adelsexpertin Sandra Lembke blättert in ihrer Vortragsreihe „Sophie Charlotte und ihre Nachkommen – eine schrecklich merkwürdige Familie“ (Strelitzius berichtete) ein weiteres Kapitel auf. Am kommenden Freitag, den 28. Juli, um 19 Uhr, widmet sich meine Blogfreundin im 3 Königinnen Palais auf der Mirower Schlossinsel König William IV. unter dem Motto „Ein Seemann auf dem Thron“.
Sandra Lembke hat sich auch wieder eine Überraschung für die Besucher ausgedacht, breitet aber diesmal nach eigener Aussage „den Mantel des Schweigens“ darüber. Dafür hat sie mir ein paar Zeilen zu ihrem neuen Protagonisten zukommen lassen, die ich gern an meine Leser weitergebe, machen sie doch, wie ich finde, so richtig Lust auf einen Besuch des Vortrags:
„Als drittgeborener Sohn von Sophie Charlotte und George III. hatte William eigentlich kaum Chancen auf die britische Krone. Man nannte ihn ‚Sailor Bill‘, da er eine Laufbahn bei der Royal Navy eingeschlagen hatte. So betrat er als erster britischer Royal überhaupt nordamerikanischen Boden, besuchte New York und später einige Karibik-Inseln. Während einer seiner Reisen sollte er sogar gekidnappt werden – wer hinter dem Komplott steckte, wird aber erst im Vortrag zu erfahren sein.
Auch als König sollte William seine seemännischen Manieren nie ablegen, pflegte eine derbe Ausdrucksweise und spuckte öffentlich aus. Schon in jungen Jahren legte er ein rüpelhaftes Verhalten an den Tag, was seinen Erziehern und Begleitern regelmäßig Sorgenfalten auf die Stirn trieb. In Hannover ging er zeitweise bei seinem Onkel, dem späteren Großherzog Carl von Mecklenburg-Strelitz, ein und aus und lernte auch dessen Kinder kennen.
Schauspielerin schenkt König zehn illegitime Kinder
Zurück in England, eroberte dann eine Schauspielerin Williams Herz und schenkte ihm zehn illegitime Kinder. Durch eine seiner Töchter kann sich heute sogar der ehemalige britische Premierminister David Cameron zu seinen Nachfahren zählen. Legitime Thronerben blieben dem König jedoch verwehrt. Daher bereitete William seiner Nichte, der späteren Queen Victoria, den Weg in ein neues Zeitalter, indem er schwor, solange leben zu wollen, bis die damalige Prinzessin von Kent das 18. Lebensjahr erreicht hatte und somit selbst herrschen durfte.
Durch die nähere Beschäftigung mit William habe ich auch diesen König wieder sehr ins Herz geschlossen… zumal mir die Recherchen diesmal zusätzlich noch einen hochinteressanten Einblick in die Geschichte und die Gepflogenheiten der Royal Navy des 18. und 19. Jahrhunderts gegeben haben. Schließlich kommt man da an berühmten Namen wie z.B. Admiral Horatio Nelson nicht vorbei – William lernte ihn bereits persönlich kennen, als dieser noch ein blutjunger Captain war.“