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Einen nicht alltäglichen Einsatz hatten Warener Polizisten am Dienstag zu absolvieren. Sie wurden ins Gesundheitsamt des Landkreises gerufen, wo sich ein 86-Jähriger trotz erwiesener Fahruntüchtigkeit weigerte, seinen Führerschein abzugeben.

Der Mann war bereits im August aufgefallen, nachdem er links herum durch zwei Kreisverkehre in der Müritzstadt gefahren war und auf einer Landstraße offenbar orientierungslos mit 40 Kilometern pro Stunde Tempo einen Stau verursacht hatte. Außerdem zeigte der Mann große Unsicherheiten beim Durchfahren von Kurven. Seinerzeit war es den Beamten erst im zweiten Anlauf gelungen, den Fahrer überhaupt zu stoppen.  Er wurde nach Hause gefahren und sein Auto hinterhergebracht.

Anschließend hatten die Beamten eine Meldung zur Prüfung der Fahrtauglichkeit des alten Mannes durch den Amtsarzt an die Führerscheinstelle gefertigt. Im Ergebnis dessen war festgestellt worden, dass bereits Anzeichen von Demenz und Orientierungslosigkeit vorliegen. Erst nach mehreren intensiven Gesprächen in Zusammenwirken des Hausarztes, des Gesundheitsamtes und der Führerscheinstelle rückte der Senior gestern seinen Fahrzeugschlüssel und seinen Führerschein freiwillig heraus.

Amtsarzt entscheidet über Fahrtauglichkeit

Wenn die Beamten der Polizei während der Streifentätigkeit oder auch im Zusammenhang mit einer Verkehrsunfallaufnahme feststellen, dass die Fahrtauglichkeit eines Fahrzeugführers eingeschränkt ist oder gar angezweifelt wird, so benachrichtigen sie die Führerscheinstelle. Die hört den Betroffenen zunächst an und teilt ihm mit, dass eine Vorstellung beim Amtsarzt angestrebt wird. Dort erfolgt dann eine physische und psychische Untersuchung, ob die Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeuges noch gegeben ist.