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Der Verband Internet Reisevertrieb hat herausgefunden, dass in diesem Sommer der größte Anteil der Urlaubsreisen innerhalb Europas auf Mallorca entfiel. Tröstlich, damit im Trend zu liegen, und zu voll war es allen Unkenrufen zum Trotz auf der Insel nicht. Unser wirklich toller Urlaub neigt sich dem Ende zu. Bevor die letzten Zeilen von der Insel unserem Hotel gelten, muss ich unbedingt noch einen Ausflugstipp an meine Leser bringen.

An der Ostküste sind zwei Anbieter mit fast gleichen Katamaran-Schiffen, Preisen und Routen unterwegs, die wir nur wärmstens empfehlen können. Wir haben uns für eine viereinhalbstündige Tour übers Mittelmeer von Cala Millor nach Cales de Mallorca und retour entschieden und keine Minute an Bord bereut. Man kann auch mit Landgang buchen, aber die Landseite hatten wir schon mit dem Mietwagen abgeklappert.

schiff2Herrliche Badepausen auf offener See und Ansteuern von Höhlen gehören zum Standardprogramm. Es gibt viel zu sehen entlang der Küste, mehrere malerische Häfen werden zwecks Passagierwechsel angelaufen. Weniger zu bestaunen gibt es allerdings durch die Glasböden. Wenn überhaupt Meeresgrund und sogar Fische zu sehen sind, dann nur, wenn die Schiffe liegen. Das kannten wir schon aus Kroatien. Einen kräftigen Wind und damit ein bisschen Wellengang haben wir auch abbekommen, da macht die flotte Reise noch mehr Spaß. Es gibt übrigens bei einer der beiden Reedereien zusätzlich ein kleineres Taxiboot, da geht die Post richtig ab.

Misslungene Bergung und fast eine Tracht Prügel

schiffErheblich zum Amüsement tragen die super aufgelegten und vielsprachigen Besatzungsmitglieder bei. Die zelebrieren das An- und Ablegen regelrecht. Eine Seefahrt, die ist lustig… Die Jungs waren auch für eine abenteuerliche Show gut, als uns eingangs der Bucht von Cala Romàntica ein herrenloses Paddelboot begegnete. Hoffentlich ist der  Wassersportler heil an Land gekommen, einige sind da echt waghalsig, wie wir sehen mussten. Obwohl die Bergung des Kajaks misslang, konnte wenigstens eine Tasche an Bord geholt werden, begleitet von dem wohl nicht ganz ernst gemeinten Jubelruf „dinero!“ (Geld). Ich habe das Video mal spaßeshalber unten angehängt.

Nur bei blinden Passagieren versteht die Mannschaft keinen Spaß. Ein Engländer hatte sich ohne Ticket aufs Schiff geschummelt und ist nur um Haaresbreite einer Tracht Prügel entgangen. Es ist gut angelegtes Geld und Betrug einfach unanständig. Wir haben für die Tour 25 Euro pro Person bezahlt und waren höchst zufrieden mit unserer Entscheidung.