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Thomas de Maizière

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat sich heute am Standort Neustrelitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit der aktuellen Sicherheitsforschung vertraut gemacht. Zu den Schwerpunkten gehörten Projekte, bei denen mehrere DLR-Institute zusammenarbeiten, um eine sichere Schifffahrt zu gewährleisten und zum Schutz der Meere und Küstengewässer beizutragen.

Darüber hinaus präsentierte das DLR seine Kompetenzen im Bereich der zivilen Sicherheitsforschung mit Fokus auf Aktivitäten, die im Aufgabenbereich des Bundesinnenministeriums angesiedelt sind, ist einer DLR-Presseinformation zu entnehmen. Neben dem Aufspüren von Gefahrstoffen aus sicherer Entfernung mittels Lasersystemen wurden auch Themen wie die Optimierung von Polizeistreifen auf Basis von DLR-Software sowie die Verbesserung der Einsatzmöglichkeiten von Polizeihubschraubern über See angesprochen.

Zudem präsentierten die DLR-Forscher dem Minister den im Aufbau befindlichen Weltraumwetterdienst. Er soll helfen, der wachsenden Verwundbarkeit moderner Infrastrukturen durch Weltraumwetter über rechtzeitige Prognosen entgegenzuwirken.

Satellitendaten aus Neustrelitz helfen unter anderem THW und BKA

Das neueste Antennensystem des DLR Neustrelitz.

Das neueste Antennensystem des DLR Neustrelitz.

Des Weiteren informierte sich der Minister über die Arbeiten des „Zentrums für satellitengestützte Kriseninformation“ (ZKI) des DLR im bayerischen Oberpfaffenhofen. Das ZKI erstellt aus aktuellen Satellitendaten Lage- und  Schadensinformationen nach Naturkatastrophen und zur Unterstützung ziviler Sicherheitslagen. So nutzen unter anderem das Technische Hilfswerk, das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe sowie das Bundeskriminalamt und weitere Behörden des BMI regelmäßig die Karten und Informationen des ZKI. Hierbei ist der schnelle Zugang zu Satellitendaten über die Empfangsanlagen in Neustrelitz für das ZKI von großer Bedeutung.

„In gemeinsamen Projekten mit Behörden und Dienststellen des Bundesministeriums des Inneren stellen wir bereits unabhängige Analysen und Bewertungen zur Verfügung“, sagte Dr. Dennis Göge, Programmkoordinator Sicherheitsforschung des DLR. Heute sei es wichtig gewesen dem Minister zu zeigen, dass die Kompetenz des DLR auch bei weiteren Themen herangezogen werden kann. Der Bundespolitiker wurde in Neustrelitz außerdem vom DLR-Vorstandsvorsitzenden Prof. Pascale Ehrenfreund und dem Vorstand für den Bereich Raumfahrtforschung und -technologie Prof. Hansjörg Dittus begleitet.