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Mich hat das Gerücht von der endgültigen Schließung des Neustrelitzer Slawendorfes nicht ruhen lassen, und so habe ich heute gleich Irene Neuperth angerufen. Sie ist Geschäftsführerin der das Dorf tragenden Ipse und konnte Entwarnung geben. „Nach einem Jahr widriger Umstände sieht es für 2016 eigentlich ganz gut aus. So sind uns für das kommende Jahr schon 19 Mitarbeiter des Bundesfreiwilligendienstes sicher.“

Auch Ingo Pockrandt, nach 13 Jahren in die Rente scheidender Leiter des Slawendorfes, dementierte ein Aus für die Einrichtung. „Das können wir uns und das kann sich Neustrelitz gar nicht leisten. Das Dorf ist wesentlicher Bestandteil der lokalen und regionalen Infrastruktur.“

Irene Neuperth bestätigte, dass das Slawendorf aus betriebswirtschaftlichen Gründen momentan nur noch im eingeschränkten Geschäftsbetrieb läuft und zum 15. Oktober für dieses Jahr vorzeitig schließt. „Die erlebnispädagogische Ausrichtung des Slawendorfes ist super und ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Sie funktioniert aber nur mit gefördertem Beschäftigten.“

Und genau daran habe es 2015 gehapert. Es habe einfach an den passenden Förderprogrammen für den zweiten Arbeitsmarkt gefehlt. Trotzdem sei das Jobcenter der Ipse noch enorm entgegengekommen.

Und wie sieht es mit den angeblich maroden Bauten im Dorf aus? Irene Neuperth: „Es müssen Investitionen getätigt werden, von denen wir noch nicht wissen, wie sie zu realisieren sind. Aber es ist noch nicht so weit, dass das Dorf nun über seinen Besuchern zusammenstürzt.“