Seit geraumer Zeit kommt es erneut zu Telefonanrufen von vermeintlichen Microsoft-Support-Mitarbeitern in der Region. Sie geben an, dass vom Computer der Geschädigten vermehrt Fehlermeldungen an Microsoft gesendet werden, teilt die Polizei mit. Die Geschädigten werden aufgefordert das Programm „TeamViewer“ von der offiziellen Internetseite des Herstellers herunterzuladen und zu installieren.
Mit Hilfe dieses Programms sind die Täter in der Lage, den gesamten Computer fernzusteuern. Die Täter können Daten beliebig verändern und Programme installieren. In einigen Fällen wurden Dateien des Computernutzers verschlüsselt, in anderen der Computer gesperrt oder die Windows Lizenz außer Kraft gesetzt.
Die Geschädigten werden aufgefordert Geld per Western-Union oder paysafecard zu überweisen, um wieder Zugriff zu bekommen oder die Lizenz zu verlängern. Vor
allem in den letzten drei Wochen ist eine Häufung dieser Verfahrensweise festzustellen. Die bereits entstandenen finanziellen Schäden können laut Polizei derzeit noch nicht genau beziffert werden. Die Täter verlangen Summen von 100 Euro bis teilweise 500 Euro.
Die Kriminalpolizeiinspektionen Anklam und Neubrandenburg sind mit den Ermittlungen betraut und warnen vor Anrufen durch vermeintliche Microsoft- Mitarbeiter. Es wird geraten, ein solches Telefonat sofort zu beenden. Wer bereits Opfer eines dieser Anrufe geworden ist, sollte Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle erstatten.
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern berichtete bereits Anfang 2014 über eine ähnlich gelagerte Betrugsserie durch falsche Microsoft-Experten.