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Noch bis Ende dieses Monats werden die hiesigen Theaternetzwerker Unterschriften für ein Bürgerbegehren in Neustrelitz sammeln. Das geht aus einer Pressemitteilung des Zusammenschlusses hervor, die mich leider mit Verspätung erreicht hat.

Bei dem Bürgerbegehren geht es bekanntlich um den Erhalt des produzierenden Vier-Sparten-Standortes der Theater und Orchester GmbH Neustrelitz/Neubrandenburg (TOG). Gemessen an der Neustrelitzer Bevölkerung, sind rund 2000 Stimmen ausreichend.

Allerdings scheint das nur die halbe Miete zu sein. So sind in Stralsund mehr als die erforderlichen 4000 Stimmen für ein Bürgerbegehren zu Gunsten der dortigen Strukturen zusammengekommen. Nun gibt es aber trotz allem unterschiedliche Rechtsauffassungen, die das Stadtparlament zu werten hat.

Davon sind wir in Neustrelitz noch ein Stück weit entfernt. Zunächst, liebe Neustrelitzer Blogleser, unterschreibt die Petition des Theaternetzwerkes, und sagt es weiter! Druck von unten hat noch nie geschadet. Unterschriftenlisten liegen unter anderem in der Alten Kachelofenfabrik, im Kunsthaus Neustrelitz und im Tanzhaus Neustrelitz aus.

Allerdings sind die Sorgen der Netzwerker angesichts bereits laufender „Verhandlungen“ des Landes mit den theatertragenden Kommunen im Osten berechtigt. Und Neubrandenburg sowie der Landkreis sind ja schon im Sinne eines fusionierten Staatstheaters Ost umgekippt. Die Neustrelitzer Stadtvertretung als schwächstes Glied der TOG-Troika hat zwar das Modell nicht ausdrücklich gebilligt, aber sich zumindest gesprächsbereit gezeigt. Wie viel Gewicht hat das wohl? Ist das der berühmte Kampf gegen Windmühlen?

Während sich der Widerstand an der Basis noch formiert, wird in Schwerin versucht, vollendete Tatsachen zu schaffen. Hier kann ganz schnell des einen Freude sein, was des anderen Leid ist. Und Alternativmodelle sind wohl unverändert nicht gefragt.