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Die TSG Neustrelitz hat sich achtbar aus dieser Regionalliga-Saison verabschiedet. Mit 4:2 (3:2) schickten die Residenzstädter die Reservisten von Hertha BSC nach Hause und erklommen damit noch Tabellenrang 8.

Ben Zolinski hatte in der 12. Minute den Torreigen eröffnet. Nur fünf Minuten später trafen die Berliner durch Raphael Jamil Dem. In der 30. Minute macht Marcel Schied das 2:1 für die TSG, die Antwort der Hauptstädter gab es erneut fünf Minuten später durch Mirco Born.

TSG-Keeper Daniel Strähle, der mit weiteren Spielern vor der Begegnung verabschiedet wurde, hatte zwar diesmal einen guten Tag. Beim 2:2 hatte er sich allerdings einmal mehr viel zu weit von seinem Kasten entfernt und war beim Gegenstoß der Herthaner nicht schnell genug wieder auf seinem Posten.

Noch vor der Pause (44.) schoss Kevin Weidlich sein vorerst letztes Tor für die TSG, auch er verlässt den Verein. Und erneut Schied war es, der in der 63. Minute zur Freude der Fans den Sack zumachte. Schied, der während der Spielzeit doch erheblich unter Ladehemmung litt, wird morgen heiraten und hat sich mit seinen beiden Toren da selbst ein schönes Geschenk gemacht.

Hertha selbst blieb unter den Erwartungen, was die Leistung der TSG nicht schmälern soll. Die Neustrelitzer Elf spielte befreit auf wie lange nicht mehr, und plötzlich gelang auch fast alles. Ein ganz wunderbarere Tag im Parkstadion, der mit zwei Fässern Freibier von Präsident Hauke Runge gekrönt wurde.

Runge sah den Sieg seiner Kicker mit gemischten Gefühlen. „Zumindest ist hier noch mal klargestellt worden, dass wir nicht manipulieren“, bestellte er gegenüber Strelitzius Grüße in die Gerüchteküche. „Mit Platz 8 und der Teilnahme am Landespokalfinale haben wir die Zielstellung der Saison erfüllt.“

Er freue sich bereits auf die neue Spielzeit, in die der Verein besser starten könne als in die zurückliegende. „Der Kader ist hochgradig angearbeitet, und mit Andreas Petersen und Ersan Parlatan setzen wir auf ein gutes Trainergespann.“

Inzwischen ist durchgesickert, dass sich der Vertrag des zu Saisonbeginn geschassten Trainers Torsten Gütschow um ein weiteres Jahr verlängert, wenn die Mannschaft einen einstelligen Tabellenplatz erreicht, was mit dem letzten Punktspiel geschehen ist. Bis dahin hatte die TSG auf Platz 10 gestanden. Nun werden wohl die Anwälte Arbeit haben, denn Gütschow soll sich trotz ausreichender Zeit bislang um keinen neuen Verein gekümmert haben. Damit schlägt er der TSG mit ihren knappen Finanzen heftig ins Budget. Runge wollte das nicht bestätigen oder gar kommentieren, aber sein Gesicht sprach Bände.

Am 20. Juni startt die TSG in die Vorbereitung auf die neue Spielzeit. Zunächst geht es zum Vierecker SV, am Sonnabend darauf kicken die Neustrelitzer beim FV Wokuhl. Punktspielstart ist am 24. Juli.