Zu Beginn der letzten Wochen der Karl-Rätsch-Ausstellung in der Neustrelitzer Schlosskirche (Strelitzius berichtete) gibt es zwei Neuigkeiten: Der Bildhauer hat der umfangreichen Werkschau noch drei weitere, junge Arbeiten hinzugefügt. Zudem erschien jetzt eine kleine Publikation mit der Laudatio zur Ausstellung von Karl Rätsch, die die Kunsthistorikerin Mara Maroske zur Vernissage im Mai hielt. Die Publikation ist in der Schlosskirche und im Kulturquartier erhältlich.
Heute beginnt in Hamburg der zweitägige Fischwirtschafts-Gipfel mit über 200 Teilnehmern, darunter Importeure, Züchter, Großhändler sowie Industrie, Handwerk und Handel. Im Rahmen der Konferenz vergibt das Fischmagazin den „Seafood Star“ an insgesamt neun Preisträger. Die Fischerei Müritz-Plau erhält die deutschlandweite Auszeichnung in der Kategorie „Bestes stationäres Fisch-Fachgeschäft“ für das 2023 gegründete FischKaufHaus. Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus wird die Laudatio halten.
In seiner Rede würdigte er den Mut und den Weitblick von Geschäftsführer Jens-Peter Schaffran, der aus der Not eine Tugend machte: Nach dem das 2017 begonnene EU-Aquaponikprojekt INAPRO wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt wurde, nutzten die Binnenfischer die Corona-Zeit um das leerstehende Glashaus zwischen Kölpinsee und Binnenmüritz in Waren in ihr Vertriebskonzept einzubinden. Für den Komplettumbau investierte das Unternehmen rund zwei Millionen Euro und eröffnete im März 2023 das FischKaufHaus mit einer 8,5 Meter langen, offenen Fischtheke. Bereits im ersten Jahr wurde mit dem Flagshipstore über eine Million Euro Umsatz erzielt.
Dr. Astrid Bühren, Professor René Gottschalk und Professor Hans Lippert sind mit der Paracelsus-Medaille geehrt worden. Die höchste Auszeichnung der deutschen Ärzteschaft überreichte der Präsident der Bundesärztekammer Dr. Klaus Reinhardt traditionell am Dienstagvormittag im Rahmen der Eröffnung des 128. Deutschen Ärztetags in Mainz.
Prof. Dr. Dr. Lippert, Facharzt für Viszeralchirurgie und Facharzt für Gefäßchirurgie mit der Zusatzbezeichnung Transplantationsmedizin, hat Kindheit und Jugend in Wesenberg und Neustrelitz verbracht. Reinhardt würdigte in seiner Laudatio „Sorgfalt und Ausdauer als zwei Ihrer Eigenschaften“. Die habe er von seinem Großvater, auf dessen Bauernhof er nach dem Zweiten Weltkrieg aufgewachsen ist. Dort, so Reinhardt, sei auch „unfreiwillig die Idee entstanden, Arzt zu werden. Sie besorgten sich Bücher um herauszufinden, was ihm fehlt.“
Seinen klinischen Werdegang begann Lippert nach dem Medizinstudium in Greifswald an der dortigen Chirurgischen Klinik. 1979 folgte der Wechsel an die Berliner Charité, wo er das Transplantationszentrum mit aufgebaut hat. Ab 1993 war er Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik Magdeburg, ab 2002 für fünf Jahre Ärztlicher Direktor der dortigen Medizinfakultät. Dort gründete Lippert das „renommierte“ (Reinhardt) An-Institut für Qualitätssicherung in der operativen Medizin. Dort habe er auch die „größte prospektive Studie zur Qualitätssicherung bei Darmkrebs“ ins Leben gerufen.
Ab 2010 bis April 2024 war er Vorsitzender der Überwachungskommsision der Bundesärztekammer. In diese Zeit fiel auch die Enthüllung massiver Allokationsskandale in der deutschen Transplantationsmedizin. An dessen Aufklärung habe Lippert intensiv gearbeitet, so Reinhardt.