Auch heute zum Redaktionsschluss noch ein paar Informationen aus dem brennenden Müritz-Nationalpark. Die Evakuierung von Granzin bleibt über Nacht bestehen. Das Katastrophengebiet ist mittlerweile ca. 269 Hektar groß. 375 Einsatzkräfte sind vor Ort. Immer wieder ist explodierende Munition aus dem Brandgebiet zu hören.
Und hier letzte Informationen für heute aus der Pressestelle des Landratsamt vom Großbrand im Müritz-Nationalpark. Die Evakuierung von Granzin und Granziner Mühle wird aufrechterhalten. Inzwischen hat sich das Feuer auf ca. 118 Hektar ausgedehnt.
Blick nach Westen, im Vordergrund Dalmsdorf. Foto: Marcus Mohnfeld
Die Ereignisse überschlagen sich: Granzin und Granziner Mühle müssen am Abend erneut evakuiert werden, nachdem sich das Großfeuer im Müritz-Nationalpark bis auf 1,4 Kilometer an die Orte herangefressen hat. Das geht aus dem jüngsten Update aus der Kreisverwaltung hervor. Im Betreuungszentrum in Peckatel stehen auch Notfallseelsorger bereit. Der Brand hat sich mittlerweile auf 91,5 Hektar ausgedehnt.
Aktuell sind dutzende Feuerwehrleute sowie Rettungswagen und die Polizei im Müritz-Nationalpark im Einsatz. Im Bereich Speck/Kratzeburg brennt es auf einer Fläche von mindestens 3000 Quadratmetern. Die Ursache für den Brandausbruch ist noch unklar.
Gegen 11.45 Uhr am heutigen Sonntag wurde der Brand eines Getreidefeldes nördlich der Ortschaft Staven gemeldet. Zu dieser Zeit liefen dort Mäharbeiten. Aufgrund der Windrichtung breitete sich das Feuer und der daraus resultierende Rauch in südliche Richtung aus. Daher wurden Personen von 38 Grundstücken in Staven vorsorglich evakuiert und am Gebäude der FFW Staven betreut. In der Spitze befanden sich dort 44 Anwohner.
Am heutigen Samstagmorgen gegen 8.55 Uhr kam es auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes in der Lindenstraße in Neubrandenburg zu einem Gasleck an einem LKW. Der Fahrer eines mit Trockenware beladenen Scania-LKW bemerkte während der Fahrt über den Parkplatz weißen Rauch, welcher unter seinem Fahrzeug hervortrat. Eine Mitarbeiterin des Marktes verständigte daraufhin die Polizei.
Im Gebäude des Innenministeriums kam es am Montagnachmittag zu einer kurzzeitigen Rauchentwicklung, ausgelöst durch eine eingeschaltete intern genutzte Herdplatte. Durch den ausgelösten Feueralarm wurde das Gebäude kurzzeitig vollständig evakuiert.
Die drei Bombenblindgänger, die im Bereich Rechlin Nord gefunden wurden, konnten heute entschärft werden. Die Evakuierung ist aufgehoben. Die etwa 120 betroffenen Bürger in der Sperrzone konnten ab 13 Uhr wieder in den Bereich zurückkehren. Ab 8 Uhr durfte sich in einem Radius von insgesamt einem Kilometer rund um die Fundstellen bis auf die Sprengmeister niemand mehr aufhalten.
Bei der geplanten Entschärfung der mittlerweile drei gefundenen Bombenblindgänger in Rechlin am Mittwoch, 10. Dezember, werden mehrere Einsatzkräfte der Polizei die Sicherungs- und Kontrollmaßnahmen zusammen mit dem zuständigen Ordnungsamt Röbel übernehmen. Der Polizeieinsatz wird durch den Leiter des Röbeler Polizeireviers geführt.
Mit Wochenbeginn hat das Ordnungsamt wichtige Hinweise für die Bevölkerung im Zusammenhang mit den Maßnahmen und dem Evakuierungsbereich bekannt gegeben. Der Radius erstreckt sich auf etwa einen Kilometer rund um die Fundstellen der Blindgänger (s. Karte im Anhang). Innerhalb dieses Bereichs dürfen sich während der Vorbereitung und Entschärfung keine Personen aufhalten. Das gilt für sämtliche Wohn- und Geschäftsräume, Ferienwohnungen, Boote, Bootschuppen, Steganlagen und sonstige Plätze. Alle Fenster sollten in diesem Bereich mit der Kippfunktion geöffnet sein.
In Möllenhagen mussten heute Morgen die Schüler der Schule am Markt das Gebäude verlassen. Kurz nach 8 Uhr hatte sich die Schule bei der Polizei gemeldet. Eine Schülerin wurde verdächtigt, ein gebasteltes Plakat an einer Klassenzimmertür angezündet zu haben. Das Plakat brannte und beschädigte auch die Tür zum Klassenraum.