Schlagwörter

, ,

Ingo Becker (rechts) und Benoit Laine bei einer Modenschau vor ihrem Laden. Fotos: privat

Das hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich noch mal für einen Damen-Modeladen die Trommel rühre. Vor fünf Jahren hatte ich hier im Blog bereits ein Damen-Wäschegeschäft gerühmt, und das schien mir schon irgendwie grenzübertrittig. Ganz verrückt aber ist, dass beide Lobeshymnen ihren Ursprung in Neuruppin haben.

Schuld daran ist ja nur das Hochwasser. Es hat verhindert, dass wir uns gestern in Berlin eingeschifft haben, um nach Amsterdam zu fahren. Trostpflaster: Shopping in der Fontanestadt Neuruppin, und da sind die Holde und meine Wenigkeit in der Karl-Marx-Straße 34 (Bilderbogenpassage) in das „La Strada“ geraten. Genauer geschrieben, ich in die Sesselecke und meine Holde in die Umkleidekabine. Aus der sie von Zeit zu Zeit groß herauskam, denn Chef Ingo Becker und Partner Benoit Laine holten alles an italienischen Kreationen von den Kleiderstangen, was der ausgefallen kleinen Konfektionsgröße meiner besseren Hälfte entsprach. Und die Teile waren alles andere als von der Stange.

Ich wurde neben den regelmäßigen Zurschaustellungen der Holden – Vorhang auf, Vorhang zu – auf das Vortrefflichste von den Gastgebern unterhalten. Was kein Privileg war, auch weitere Kundschaft wurde zwischenzeitlich mit Freundlichkeit und Esprit überschüttet, wie sie hierzulande mittlerweile mit der Lupe zu suchen sind. Bella Italia, mitten in Brandenburg! Natürlich habe ich solchermaßen animiert auch alles aufgeboten, was mir an Unterhaltungstalent gegeben ist. Kurzum, wir hatten alle Spaß, und das „La Strada“ ist bei uns jetzt gelistet.

Selbst das Bezahlen der edlen Teilchen  wurde noch versüßt, und das im wahrsten Sinn des Wortes. Während die Zierde meines Heimes gleich bei den angebotenen Bonbons und Schokoriegeln fündig wurde, erlaubte ich mir ablehnend dankend zu bemerken, dass die von mir bevorzugten, nach einem berühmten Segelschiff benannten Kokosteile ja immer sofort vergriffen seien. Denkste! Ein Gang in die nichtöffentlichen Tiefen des Ladens, und die Versorgungslücke war geschlossen. Unglaublich, die Herren! Aus Frustkauf wurde tatsächlich Lustkauf.

Ortswechsel: An der Seepromenade der Stadt liegt das Café „Ruppiner Feingebäck“. Wo wir den Erwerb der ein paar Ecken zuvor in der Bilderbogenpassage erstandenen italienischen Stücke mit Erdbeerbowle und Grog begossen haben. Und die Ausflugsfreude ging dank des Gastronomen nahtlos weiter… Kommt der uns noch einmal so amüsant unter, landet er auch hier im Blog. Wir kommen wieder.