Schlagwörter
Ausstellung, Feldberg, Galerie, Haus des Gastes, Kulturverein, Malerei, Mecklenburg-Strelitz, Schupa
Die Neubrandenburger Künstlerin Juli Schupa schafft mit ihren „Concrete Artworks“ Bilder aus, auf und mit Beton und nutzt dabei Materialien wie Zement, Spachtelmasse, Lack und Farbe. In unzähligen Arbeitsgängen werden die einzelnen Lagen aufgetragen, geschliffen, zurückgenommen und wieder verbunden, so dass das endgültige Bild auch als Relief erscheint, in dem Hintergrund und Motiv nicht zu trennen sind. Was schließlich bleibt, ist geplant, die Wege dahin jedoch oftmals vage oder auch manchmal zufällig. Der Kulturverein Feldberger Land stellt Arbeiten von Juli Schupa ab Sonnabend, 6. September, in seiner Galerie im Haus des Gastes, Feldberg, Strelitzer Str. 42 aus.
Ihre Inspiration findet Juli Schupa in Beton- und Industriebauten, aber auch durch ihre Affinität zur Straßen- und Graffitikunst auf alten, schmutzigen Wänden und leerstehenden Häusern. Ihre Werke entwickeln sich aus dem alltäglichen Widerspruch des modernen Lebens und dem scheinbar zufälligen Wirken von Gegensätzen. Dabei ist die oftmals graue Tristesse moderner Beton- und Industriearchitektur oft der Ausgangspunkt für die künstlerische Arbeit. Das zweckgebundene Erscheinungsbild dieser Bauten ist selten ästhetisch und oftmals nur ein grau-in-graues Ärgernis für das sich nach Ästhetik seh(n)ende Auge. Wenn diese Gegensätze dann aber gemeinsam verschmutzen, abgewaschen, ausgeblichen, übermalt oder ersetzt werden, nähern sie sich an und assimilieren sich. Dann können diese verwitterten Flächen im besten Fall zu neuen Gedanken, zu Inspirationen werden, die den Betrachtenden zu neuen Sehweisen anregen.
Dieses Prinzip greift Juli Schupa in ihren Arbeiten auf. Auch ihre Bilder leben durch das Verhältnis aus Konstruktion und Destruktion, der Balance aus Vergangenem und Aktuellem, dem Neuerschaffen und dem ständig fortschreitenden Vergehen, wobei die aktuelle Ästhetik nur möglich ist auf Basis des Vergangenen.
Juli Schupa ist Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK. Neben ihren Originalen bietet sie ihre Werke auch als limitierte Kunstdrucke an. Für diese Ausstellung gestaltet der Kulturverein keine Vernissage, sondern eine Finissage am letzten Ausstellungstag, dem 10. November, um 16 Uhr.
Öffnungszeiten:
September: Mo.- Fr. 9 – 18 Uhr, Sa. 10 – 13 Uhr
Oktober: Mo.- Fr. 10 – 16 Uhr, Sa. 10 – 13 Uhr
November: Mo. – Fr. 10 – 16 Uhr

