Aufgrund des Fernwärmenetzausbaus in Neustrelitz gibt es in den kommenden Wochen mehrere Straßensperrungen. Vom 2. September bis voraussichtlich 8. November ist die Josef-Jakubowski-Straße voll gesperrt. Die Adolf-Friedrich-Straße ist vom 2. September bis voraussichtlich 30. August 2025 im Bereich des ersten Bauabschnittes von der Hohenzieritzer Straße bis zur Emil-Kraepelin-Straße gesperrt. In der Schillerstraße kommt es in der Zeit vom 9. September bis voraussichtlich 30. April 2025 zu Sperrungen. Die Anwohner wurden über die anstehenden Bauarbeiten informiert.
Die Grüneberg-Orgel in der Neustrelitzer Stadtkirche. Foto: Wilfried Baganz
Orgelpfeifen werden seit Jahrhunderten aus Holz, Zinn und Blei gefertigt. Diese haben jedoch gesundheitliche und technologische Nachteile. Das Unternehmen Historische Tasteninstrumente Schmidt aus Kritzmow sowie die Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik an der Universität Rostock und die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt SLV Mecklenburg-Vorpommern GmbH wollen jetzt gemeinsam eine Alternative entwickeln. „Mit dem Vorhaben soll ein innovativer Ansatz zur Fertigung von Orgelpfeifen verfolgt werden. Das traditionelle Handwerksunternehmen und die Forschungseinrichtungen haben sich zusammengeschlossen, um die Potentiale von Aluminium-Legierungen beim Bau von Orgelpfeifen zu prüfen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Jochen Schulte bei der Übergabe eines Fördermittelbescheides vor Ort.
Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung neuartiger metallischer Orgelpfeifen auf der Basis von geeigneten Aluminium-Legierungen und die Erarbeitung eines neuartigen handwerklich anwendbaren Fertigungsverfahrens dafür. Die Materialien weisen gegenüber den herkömmlichen Legierungen aus Zinn und Blei zahlreiche Vorteile wie Unbedenklichkeit als Gift, vollkommene Kriechbeständigkeit – damit keine Verformung – und eine bessere Korrosionsbeständigkeit auf.
Die Gesamtinvestition beträgt rund 978.000 Euro. Das Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben aus Mitteln des „Europäischen Fonds für regionale Entwicklung“ (EFRE) in Höhe von 758.000 Euro für alle drei Partner.