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Der König und sein Müller: Schauspieler und Bühnen-Schwedt-Intendant André Nicke (vorn) mit Radiomoderator und Autor Andreas Flügge. Foto: Udo Krause

Die beliebte Comedy-Show „Friedrich II. und der Müller von Sanssouci“ gastiert im Rheinsberger Schlosstheater. Seit den 90er Jahren erfreut die Morgensatire „Friedrich II. und der Müller von Sanssouci“ die Hörer von Antenne Brandenburg. Auch auf der Bühne sorgt die Serie regelmäßig für Begeisterung: Das aktuelle Liveprogramm „Hunde, die pellen, beißen nicht“ der Uckermärkischen Bühnen Schwedt ist am Sonnabend, 10. Februar, ab 19 Uhr zu erleben. Mit von der Partie sind selbstverständlich die Originaldarsteller des Formats: André Nicke und Andreas Flügge verkörpern seit Jahren die titelgebenden Figuren nicht nur im Äther, sondern auch auf der Bühne.

Immer, wenn sich der Alte Fritz und der Müller in die Haare kriegen, trifft herrlicher Klamauk auf tiefgehende Weisheiten, und nicht nur die Politik bekommt da ihr Fett weg. Das Comedy-Format fußt im Losen auf historischen Tatsachen: Friedrich der Große ließ sein Schloss Sanssouci unweit einer Mühle bauen, was beim Müller Grävenitz wenig Begeisterung hervorrief. Der ging von da an dem König auf die Nerven und trieb die Bittstellerei auf die Spitze.

Ideales Material für die Legendenschreiber, um einen Nachbarschaftsstreit zwischen Fußvolk und der Aristokratie zuzuspitzen. Andreas Flügge, der Autor der Serie und selbst Darsteller des Müllers, erkannte das Potenzial dieser König-Müller-Konstellation, die gut aufbereitet auch mit heutigen Themen wunderbar funktioniert. Im aktuellen Bühnenprogramm „Hunde, die pellen, beißen nicht“ entdeckt Friedrich der Große im zarten Alter von 310 die Nachhaltigkeit: Er möchte der Nachwelt etwas hinterlassen. Schlösser und Parks gibt es allerdings schon reichlich. Da rollt ihm der Zufall ein schnödes Nachtschattengewächs vor die Füße: die Kartoffel! Wenig später geht der „Kartoffelbefehl“ in alle Welt hinaus. Dabei hat es der Alte Fritz vor allem auf ein Land abgesehen: China nimmt er längst nicht mehr als Exot wahr, sondern als Bedrohung des preußischen Lebensstils. Getrennt vom widerborstigen Müller von Sanssouci, versucht der König, die Kartoffel als Waffe gegen die Globalisierung einzusetzen und die Großen der Welt für seine weitreichenden Pläne zu gewinnen. Das Publikum bekommt ein Kabarett-Spektakel geboten, bei dem nicht nur Fans und Preußen-Kenner einen Heidenspaß erleben.

Tickets 16 € | erm. 10 €
Musikkultur Rheinsberg (Mo-Fr 10-15 Uhr)
Online: www.schlosstheater-rheinsberg.de
Telefon: 033931 / 721 17

Tourist-Information Rheinsberg
Telefon: 033931 / 34940
Mail: info@tourist-information-rheinsberg.de

Mehr Infos: www.schlosstheater-rheinsberg.de