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Axel Schümann (Güstrower Schlossquell) und Eike Lucas (Müritz-Nationalpark) auf dem Moorsteg im Serrahn. So wie hier soll es auf der Steinstückenwiese bald auch wieder aussehen. Foto: O. Blank

Für den Klima- und Umweltschutz: Güstrower Schlossquell hat in Partnerschaft mit dem Müritz-Nationalpark das Moor- und Klimaschutzprojekt „Steinstückenwiese“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, ein trockengelegtes Moor im Nationalpark in der Nähe von Mirow wiederzuvernässen und damit erneut zu einem wirksamen Kohlenstoff-Speicher zu machen. Denn die Moore in Mecklenburg-Vorpommern sind nicht nur ein einzigartiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere, sondern verfügen auch über eine reiche Vegetation. Sie dienen auch als wichtiger Klimaschützer, indem sie in ihren Torfkörpern dauerhaft Kohlenstoff aus der Atmosphäre speichern – vorausgesetzt, dass die Moore nicht künstlich entwässert werden. Um diese natürlichen Kohlenstoffspeicher zu erhalten, wurden in den letzten 30 Jahren im Müritz-Nationalpark weit über 2500 Hektar Moorfläche renaturiert. Die Spendenaktion von Güstrower Schlossquell unterstützt das Nationalparkamt nun darin, eine der letzten größeren Flächen im Park endlich auch wieder mit ausreichend Wasser zu versorgen.

An dem Projekt können alle Mineralwasser-Freundinnen und Freunde teilnehmen. Denn unter dem Motto „Schluck für Schluck für die Region“ fließen ab sofort 10 Cent pro verkaufter Kiste Güstrower Mineralwasser in den Spendenfonds „Müritz-Nationalpark Moor- und Klimaschutzprojekt“, den Güstrower Schlossquell eigens aufgelegt hat. Die Aktion läuft bis zum 31. Oktober 2022. Die Erlöse kommen in voller Höhe dem Müritz-Nationalpark für die Vernässung des trockengelegten Torfkörpers unter den Steinstückenwiese zugute. Damit wird auf einer Fläche von rund 8 Hektar ein wichtiger Speicher für klimaschädliches CO2 reaktiviert. Weiterführende Informationen unter: https://www.guestrower.de/guestrower-spendenaktion/

Axel Schümann, Leiter Marketing Güstrower Schlossquell: „Wir sind seit fast einem Jahrhundert fest in Mecklenburg verwurzelt und spüren deshalb eine besondere Verantwortung für unsere Heimatregion. Dazu gehört auch eine intakte Umwelt. Die Moore in unserer Region regulieren das Klima auf wirkungsvolle Weise und müssen deshalb besonders geschützt werden. Aus diesem Grund freuen wir uns, mit unserem Projekt zugunsten der Steinstückenwiese die wichtige Arbeit des Müritz-Nationalpark unterstützen und effektiv zum Klimaschutz beitragen zu können.“

Eike Lucas, Sprecher des Nationalparkamts: „Trockengelegte Moore sind eine der größten CO2-Emissionsquellen in Norddeutschland. Mit der Wiedervernässung von Mooren im Müritz-Nationalpark wurde von den Kolleginnen und Kollegen in den letzten Jahrzehnten bereits Herausragendes für den Klimaschutz geleistet. Wir freuen uns sehr, mit Güstrower Schlossquell nun für diese Arbeit mit der Aktion „Steinstückenwiese“ tatkräftige Unterstützung gefunden zu haben.“

Bedeutung der Moore als Klimaschützer

Mecklenburg-Vorpommern verfügt über Moore auf einer Fläche von rund 300.000 Hektar und ist damit eines der moorreichsten Bundesländer. Allerdings wurden weite Teile davon in der Zeit von 1960 bis 1990 entwässert, um sie intensiv landwirtschaftlich nutzen zu können.  Moore können erhebliche Auswirkungen auf das Klima haben: Sie besitzen einen Torfboden, der weitgehend aus Kohlenstoff besteht. Sofern Moore ausreichend nass sind, binden sie diesen Kohlenstoff in erheblichem Maße: So machen Moore zwar nur drei Prozent der weltweiten Landflächen aus, doch speichern sie doppelt so viel Kohlenstoff wie alle Wälder der Erde zusammen.  Die Funktion ist aber auch umkehrbar: Sobald Moore entwässert werden, geben sie den gespeicherten Kohlenstoff in Form von CO2 wieder in die Atmosphäre ab. Deshalb kommt dem Schutz der Moore besondere Bedeutung zu.