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Vor das heutige Rezept sind M & M gestellt. Nach meinem schmählichen Versagen als Zucchini-Bauer hat Blogfreundin Marlies aus Rödlin ihre Chance als Biogärtnerin erkannt und mir zwei Prachtexemplare der Gurkenfrucht zukommen lassen. Nicht genug damit, waren die auch noch gelb und mit dem Kommentar versehen, dass die eben besser schmecken als die ordinären grünen. Der Ein-Kilo-Zucchino musste schon wegen des heutigen Weltuntergangswetters gleich dran glauben, sein etwas weniger beleibter Verwandter ist erst einmal ins Gemüsefach unseres Kühlschranks gewandert.

Meine Wesenberger Freundin Martina wiederum, mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Küche gesegnet, hat heute gleich mir auf ausdrücklichen Wunsch eines eigenen Familienmitglieds am anderen Ende der Woblitzstadt Zucchini-Suppe gekocht. Reiner Zufall! „Das zweite M“ wird mir nachher eine Probe zum Vergleich zukommen lassen, so ist es verabredet. Bin ja gespannt, ob meine Eintopfversion konkurrenzfähig ist.

Den Zucchino habe ich ausgeschabt und in mundgerechte Stücke geschnitten. Seine prachtvoll-gelbe Schale durfte er behalten. Dann habe ich eine weiße und eine rote Zwiebel gewürfeln und fünf Knobizehen fein gehackt. Zwiebeln und Knobi habe ich in einem Topf in 40 Gramm Butter angeschwitzt, die Zucchino-Teile dazugegeben. Nach ein paar Minuten Ballett mit dem Rührlöffel habe ich den Inhalt des Topfes mit 400 Millilitern Gemüsebrühe und 125 Millitern Weißwein abgelöscht.

Auf mäßige Hitze zurückfahren, Deckel drauf und zehn Minuten garen. Jetzt 200 Milliliter Crème fraiche und einen Esslöffel Senf unterrühren. Drei Kellen Gemüse herausnehmen, den Rest schön chremig pürieren. Die Ausflügler zurück in den Topf, dazu kommen jetzt 200 Gramm Rohschinkenwürfel. Salz- und Peffermühle drehen ihre Runden, danach geht es an die Kräuter. Basilikum und Dill hatte ich bereits im Frost, Majoran und Thymian warteten noch im Hochbeet auf ihren Einsatz.

Mit einem Klecks saurer Sahne habe ich meine Zucchini-Suppe auf den Tisch gebracht. Die Geschmacksnerven haben Samba getanzt, so wahr ich das hier aufschreibe. Dazu passen noch ein, zwei Scheiben frischen Weißbrots oder vorher geröstete Weißbrotwürfel. Nach einem extrem üppigen Abendessen gestern aus dem Hause Bodinka in Wesenberg beim Sommerfest unserer Theatergruppe FreiGespielt auf dem Hölkowschen Berg habe ich mir heute aber eine gewisse Zurückhaltung auferlegt.