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Sehr gut besucht: Die Landpartie in Peetsch.

„Wir hatten Freude an unserem KulturSommer und waren mit der Auswahl des Programms sowie mit dem Zuspruch zufrieden.“ Das ist das Fazit des Mirower Buchhändlers Peter Schmitt zum Abschluss der Veranstaltungen in dieser Woche in der Alten Feuerwache und in Peetsch auf dem Hof von Tumas. „Natürlich kann es immer mehr sein. Doch unter Berücksichtigung des mannigfaltigen Kulturangebotes im Juli und August in unserer Region wurde unsere Erwartungshaltung nicht nur erfüllt, sondern sogar übertroffen. Wir haben uns nicht nur über die Besucherzahl sehr gefreut, sondern vor allem auch wegen der vielen neuen Gesichter, die bisher noch nicht zu uns gefunden hatten“, der Organisator des KulturSommers auch im Namen seiner emsigen Frau Grit.

Die große Frage bei der Vorbereitung des Programms sei gewesen, ob musikalische Veranstaltungen in Richtung Jazz hier in der Region ankommen würden. „Wir sind eines Besseren belehrt worden“, so mein Blogpartner. Was das bekannte Duo Silke Gonska und Frieder W. Bergner sowie der in ganz Europa geschätzte Trommler Wolfram Dix mit dem Eröffnungskonzert „Revolution! Jazzin‘ The Beatles“ geboten hätten, sei „saugut“ gewesen. „Mir ist kalt den Rücken heruntergelaufen, als Silke
Gonska uns das Beatles-Stück ‚Blackbird‘ in ihrer ganz persönlichen Improvisation vortrug. Es war irre, und der Beifall nahm kein Ende. So etwas Spontanes und Intensives hatten wir bisher bei unseren Veranstaltungen in Mirow noch nicht erlebt. Das sind dann die schönen Seiten für all die Mühe, die man sich macht. Die meisten sind dann auch noch zum Film geblieben. Es war ein wunderschöner Abend, wo ich mal wieder ganz intensiv meinen inneren Frieden spürte“, gestand mir Peter Schmitt.

Auch die Autorenlesung mit dem Mirower Frank Pergande, der über 20 Jahre als Journalist für die Frankfurter Allgemeine Zeitung schrieb, am Dienstag war gut besucht. Erst nach zwei Stunden wurde der Schriftsteller „um die Ecke“ entlassen.

Reinhold Joppich in Aktion.

Am Donnerstag ging es dann musikalisch, literarisch und kulinarisch zur Landpartie nach Peetsch zu Andrea und Roland Tuma. Reinhold Joppich und Mario Di Leo verzauberten die über 60 Gekommenen nunmehr
zum fünften Mal mit literarischen Texten und italienischem Liedgut zu dem Thema „A Tavola – Zu Tisch“. „Bei Wein und einem tollen von Andrea Tuma und ihren Helferinnen bereiteten italienischem Buffet durften wir alle einen Abend im August erleben, der uns nach all den Entbehrungen der letzten zwei Corona-Jahre und der Kümmernis betreffend des Ukraine-Krieges gut tat“, blickt der Buchhändler zurück.

Zum Ausklang spielt das Wetter nicht mit

Der Tag als der Regen kam – ein Lied von Dalida – könnte man sagen, als 45 Minuten vor Beginn der abschließenden „Bauhaus-Revue – eine Hommage an die Weimarer Bauhaus-Zeit“ nochmals mit dem Duo Gonska/Bergner Starkregen einsetzte, der doch viele abhielt zu kommen. Die 20, die dem Wetter trotzten, hätten es nicht bereut zu kommen. „Was die zwei uns an Texten und Liedern aus dieser Zeit boten, war abwechslungsreich, informativ, unterhaltsam. Mit einem Film wie an jedem Abend in dieser KulturSommer-Woche endete dieser dann auch für uns – die insgesamt 26. Veranstaltung – einschließlich der gezeigten Filme – in diesem Jahr“, so Peter Schmitt

Er betonte, dass es eine geeignetere Kulturstätte als die Alte Feuerwache in Mirow nicht gebe. Schmitt abschließend: „Wir möchten uns – auch an dieser Stelle im Strelitzius Blog – nochmals bei der Stadt Mirow und Bürgermeister Henry Tesch bedanken, dass sie unserem Wunsch nachgekommen sind, dieses Jahr dort Veranstaltungen abhalten zu
können. Ganz alleine hätten wir dies nicht geschafft. Denn erst mit der Bühne und dem Abhängen der Decke hat dieser Bau eine Atmosphäre erhalten, die ihresgleichen sucht.

Vom 27. bis 29. Oktober folgt „Schmitt’s Literatur-Herbst“ und zum Schluss des Jahres am 9. November die Veranstaltung „9. November – Tag der Erinnerung“.

Silke Gonska und Frieder W. Bergner mit ihrer Bauhaus-Revue.