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Thomas Besse. Foto: B4B MV

Im Juli waren in der Seenplatte 11.924 Menschen ohne Job. 65 weniger als im Juni. Die Arbeitslosenquote liegt bei 9,1 Prozent. Im Juli 2019 lag die Quote bei 8,2 Prozent.

Arbeitsamtschef Thomas Besse: „Der Arbeitsmarkt, auf den die Corona-Pandemie im Frühjahr getroffen ist, ist sehr robust gewesen. Die jetzigen Auswirkungen sind zweifelsfrei virusbedingt, kaum konjunkturell oder strukturell verursacht und haben den Arbeitsmarkt etwa auf das Niveau von Juli 2018 (11.851 Arbeitslose) zurückgeworfen. Und bis das Vor-Krisen-Niveau erreicht ist, könnten zwei, vielleicht sogar drei Jahre vergehen.“

„Saisontypisch steige in den Sommermonaten die Jugendarbeitslosigkeit überdurchschnittlich an. Hier spiegelten sich die Sommerferien und die auslaufenden Ausbildungsverhältnisse wider. Junge Fachkräfte, die im Anschluss an ihre Ausbildung nicht übernommen wurden, meldeten sich arbeitslos. Die Situation werde sich in den nächsten Wochen wieder entspannen. Denn die jungen Fachkräfte hätten deutlich bessere Chancen, nach einer kurzen „Sucharbeitslosigkeit“ ihren Weg in den Arbeitsmarkt – so es das Corona-Infektionsgeschehen zulässt – zu finden.

Der Arbeitsmarkt in der Mecklenburgischen Seenplatte stehe weiterhin unter dem Einfluss der Pandemie, so Besse. Das zeige die große Zahl von Menschen, die derzeit in Kurzarbeit sind. Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher. Bis Mitte Juli wurde für mehr als 26.974 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt.

In Richtung Spätsommer prognostiziert Besse: „Der Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte sich in den kommenden Monaten fortsetzen – wenn es das Infektionsgeschehen erlaubt. Erst für den November rechne er wieder mit einem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit.