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Dr. Neda Donat

Spannende Neuigkeiten gibt es aus Montenegro zu berichten. Meine Blogfreundin, die Germanistin Dr. Neda Donat, hat Memoiren der montenegrinischen Kronprinzessin und Titularkönigin Jutta von Mecklenburg-Strelitz fristgemäß übersetzt. Grundlage waren 109 Schreibmaschinenseiten, die der Wissenschaftlerin vom Hause Mecklenburg-Strelitz in Kopie überlassen worden waren. Das Manuskript endet 1917 und ist in Deutschland noch nicht verlegt worden. „Es dürfte aber auch die Deutschen interessieren“, betont Neda Donat.

Die Neustrelitzer Historikerin Sandra Lembke hat mit der Erklärung geschichtlicher Hintergründe wertvolle Hilfe bei der Übersetzung geleistet. Auch ich durfte einige wenige Erläuterungen beisteuern. Verläuft alles wunschgemäß, so wird die Übersetzung zeitgleich mit einer Ausstellung in der alten Hauptstadt Montenegros Cetinje in diesem Jahr veröffentlicht. Die Schau widmet sich dem 120. Jubiläum der Hochzeit Juttas von Mecklenburg-Strelitz (Militza) mit dem montenegrinischen Thronfolger Danilo (Strelitzius berichtete) am 15. Juli 1899.

„Ich habe in Montenegro viele Menschen mit dem Jutta-Fieber angesteckt“, so Neda Donat erfreut. Zur Wiederentdeckung der Geschichte in dem seit 2006 erneut unabhängigen Balkanstaat passt, dass die montenegrinische Regierung jetzt sogar plant, die sterblichen Überreste von Danilo und seines Bruders Mirko vom Wiener Zentralfriedhof nach Cetinje zu überführen.