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Zwei Tage vor dem Weihnachtsfest ist Neustrelitz und seinem Umland ein wunderbares Geschenk gemacht worden. Die Aufführung der Kantaten I bis III des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der voll besetzten Stadtkirche am Markt war ein ganz großes, glanzvolles kulturelles Ereignis. Und wohl niemand freute sich mehr darüber als Lukas Storch. Dem eben in der Residenzstadt angekommenen jungen Kantor der Kirchengemeinde Strelitzer Land (Strelitzius berichtete) oblag die Leitung des Konzertes, die bisher größte Herausforderung, vor die der Kirchenmusiker bislang gestellt worden ist.

Als Solisten für die erzählenden Rezitative und ausdeutenden Arien sangen Anna-Elisabet Muro (Sopran), Anna Kunze (Alt), Stephan Kelm (Tenor) und Bert Mario Temme (Bass). Für die großen Chöre und die zusammenfassenden Choräle zeichneten die Singakademie Neustrelitz und der Kirchenchor Fürstenberg verantwortlich. Die instrumentalen Partien übernahmen Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie.

Lukas Storch

„Es war wirklich schön, diese Aufführung am Sonnabend zu leiten“, sagte mir Lukas Storch am Tag danach. „Ich glaube, das Publikum hat deutlich die Motivation und die Freude von Chor und Orchester gespürt, dieses Werk zu Gehör zu bringen. Besonders beeindruckend war die Aufführung so dicht vor den Feiertagen. Das bekommt man terminlich selten hin.“

Für ihn sei es ein toller Einstand in Neustrelitz gewesen, so Lukas Storch, der in seiner Leipziger Zeit nur kleinere Kantaten erarbeitet hatte und nach eigener Aussage dem Oratorium „mit großen Respekt“ begegnet sei. Bereits im Sommer hatten die Planungen begonnen. Der enorme Zuspruch der Besucher habe ihm seine Aufgabe am Abend der Aufführung sehr erleichtert.

So musste leicht verspätet begonnen werden, weil immer noch Menschen von überallher in das Gotteshaus strömten. „Ich möchte mich in Neustrelitz auch weiterhin großen Werken der Kirchenmusik widmen“, so Lukas Storch, der mir dankenswerterweise eine Blogpartnerschaft zugesagt hat.