Schlagwörter

, , ,

Holger Wilfarth ist engagierter Mecklenburg-Strelitzer. Er steht auch hinter der Idee, das ehemalige Residenzschloss virtuell wiederauferstehen zu lassen (Strelitzius berichtete)

Mecklenburg-Strelitz hat es nicht nur in Schwerin schwer, sondern auch in Berlin. Nachdem mich der Ex-Neustrelitzer Hartwig Richter dieser Tage informiert hatte, mit der Anregung einer Sonderbriefmarke zum 200. Geburtstag von Daniel Sanders gescheitert zu sein (Strelitzius berichtete), hat sich nun der engagierte Neustrelitzer Holger Wilfarth bei mir gemeldet. Der Residenzstädter hatte sogar mit einem Vorlauf von anderthalb Jahren beim Bundesfinanzministerium angeregt, des 100. Jubiläums der ersten demokratischen Landesverfassung Deutschlands im Freistaat Mecklenburg-Strelitz im Januar kommenden Jahres mit einem Postwertzeichen zu gedenken.

Der Bescheid aus dem „Referat L C 5 – Postwertzeichen“ des Ministeriums ist ernüchternd. Es werde im August lediglich eine Briefmarke zu 100 Jahren Weimarer Reichsverfassung geben. Auch die Idee Wilfarths einer Doppelbriefmarke fand kein Gehör. Mit freundlichem Dank für die Anregung wurde quasi als Trostpflaster in Aussicht gestellt, im Begleitprogramm zur Sonderbriefmarke, also in Reden, Pressemitteilungen und anderen Texten, auch auf die Mecklenburg-Strelitzer Verfassung zu verweisen. Dabei werde man sich „von einem sachverständigen Ansprechpartner“ beraten lassen. Die Ausführungen Wilfarths würden dabei hilfreich sein.

Holger Wilfarth ist nun gespannt, „was im August 2019 über unsere Verfassung berichtet wird. Herrn Richter kann ich nur Glück wünschen.“ Der hat, wie von mir gemeldet, in Sachen Daniel Sanders an den Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble geschrieben mit der Bitte, die abschlägige Entscheidung ausnahmsweise noch einmal zu überdenken.