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Gesine Meißner wurde von Prof.Hanssjörg Dittus in Neustrelitz beim DLR begrüßt. Foto: DLR

Die Europaabgeordnete Gesine Meißner (FDP) hat am Dienstag den Standort Neustrelitz des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) besucht. „Als Forschungsstelle Maritime Sicherheit bietet das DLR Neustrelitz mit seiner Ausrichtung auf satellitengestützte Echtzeitsysteme und maritime Verkehrstechnik viele Anknüpfungspunkte für meine Arbeit als Europaabgeordnete und Botschafterin für Meerespolitik“, sagte Meißner bei ihrer Ankunft.

Sie wurde laut einer Pressemitteilung von Prof. Hansjörg Dittus, DLR-Vorstandsmitglied für den Bereich Raumfahrtforschung und -technologie, begrüßt: „Am DLR-Standort Neustrelitz nutzen wir die Synergien zwischen den hier ansässigen Instituten und Einrichtungen, um unter anderem gemeinsam an maritimen Forschungsthemen zu arbeiten. Indem wir die unterschiedlichen Kompetenzen nutzen – vom Empfang und der Verarbeitung von Satellitendaten bis zur Nutzung der Daten zur hochgenauen Positionierung von Schiffen – können wir zu verschiedenen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Umweltschutz, Sicherheit oder wirtschaftlichem Schiffsverkehr beitragen“, erläuerte Dittus.

Gesine Meißner ist seit 2014 Präsidentin der Intergroup Seas, Rivers, Islands and Coastal Areas (Searica) des Europäischen Parlaments und wurde in diesem Jahr zur Sondergesandten für Meerespolitik ernannt. Beim DLR informierte sich die Europaabgeordnete unter anderem über die Arbeit der Forschungsstelle Maritime Sicherheit, in der Wissenschaftler der Abteilung Nautische Systeme des Instituts für Kommunikation und Navigation sowie der Arbeitsgruppe Maritime Sicherheit des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums gemeinsam an Verfahren und Methoden zur Erhöhung der Sicherheit des Schiffsverkehrs auf den Weltmeeren arbeiten. Im Institut für Kommunikation und Navigation arbeiten die Experten des DLR außerdem daran, Navigationssysteme robuster gegen Angriffe von außen zu machen. Für den Fall, dass die Satellitennavigation nicht störungsfrei funktioniert, entwickeln sie terrestrische Backup-Systeme für Schiffe.

Informationen über Ionosphäre

Eine weitere Station der Besichtigung war das IMPC, der permanente Ionosphären-Wetterservice des DLR. Dort forschen Experten an den Ursachen und Auswirkungen des sogenannten Weltraumwetters und liefern spezifische Informationen über den aktuellen Zustand der Ionosphäre. Dem IMPC angeschlossen ist die einzige europäische Empfangsstation des globalen Echtzeit-Sonnenwindbeobachtungsnetzwerks. Es ist geplant – als Teil eines europäischen Konsortiums – ein Weltraumwetterzentrum zur Unterstützung der Luftfahrt aufzubauen.

Im DLR_School_Lab Neustrelitz erhielt die Europaabgeordnete Einblick in die Nachwuchsförderung des DLR. In diesem außerschulischen Lernort bekommen Kinder und Jugendliche die Gelegenheit, sich naturwissenschaftliche und technische Themen mittels Experimenten selbst zu erschließen.