Schlagwörter

, , , ,

Foto: Franz Roge/idw-Bildagentur

Ein wahrer musikalischer Ohrenschmaus ist anzukündigen: Das Preußische Kammerorchester gastiert am morgigen Mittwoch erstmals in der Johanniterkirche in Mirow und stellt sich dem Publikum mit dem Programm „Streicherfarben von Barock bis Romanik“ vor. Das Orchester, das einigen Musikinteressierten bereits durch Gastspiele in Neustrelitz und Rheinsberg bekannt ist, erfreut die Konzertbesucher an diesem Abend unter der Leitung von Aiko Ogata (Violine) mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms, Johann Strauß und Johann Sebastian Bach. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Bereits seit über 60 Jahren kann man die Musiker des Preußischen Kammerorchesters auf den Konzertpodien erleben. 1954 gründete sich das damalige Staatliche Kreiskulturorchester, aus dem das jetzige Ensemble entstand. Seine Heimat hat das Kammerorchester in Prenzlau. Das Orchester zeichnet sich vor allem durch seine Vielseitigkeit aus. Neben regelmäßigen Klassik-, Unterhaltungs- und Kammermusikkonzerten in Prenzlau gastiert es häufig im In- und Ausland. Dazu gehören Konzerte in Dänemark, Pakistan, den USA sowie in Belgien, Bulgarien, den Niederlanden, Italien und in Polen. Im März 2012 führte eine Konzertreise in die Schweiz. Seit Gründung der Kammeroper Schloss Rheinsberg gastierte das Preußische Kammerorchester in mehreren Opernproduktionen des Internationalen Festivals im Schlosstheater. Regelmäßig gastiert das Orchester auch beim Musiktheaterfestival „Oper Oder-Spree“ in Neuzelle und Beeskow.

Namhafte Dirigenten am Pult

Chefdirigenten des Preußischen Kammerorchesters waren Rudolf Nötzel, Hans Rotman, Daniel Inbal, Frank Zacher und James Lowe. Geschäftsführender Direktor des Orchesterträgers – der Uckermärkischen Kulturagentur gGmbH – ist Jürgen Bischof. Namhafte Gastdirigenten wie Alun Francis, Rolf Reuter, Mathias Husmann sowie Michael Güttler und Nir Kabaretti standen am Pult des Orchesters. Solisten wie Christiane Edinger, Ulrich Herkenhoff, Nils Mönkemeyer, Yvonne Wiedstruck, Daniel Hope, Uwe Komischke, Ovidiu Badila, Piet Van Bockstal, Pierre-Henri Xuereb, Denys Proshayev, Wolfgang Seifen, Karsten Mewes, Peter Klaveness und Thomas Käppler konnten für Konzerte und CD-Einspielungen verpflichtet werden.

Das Orchester wirkte bei CD-Produktionen mit Werken von Vanhal (DOMusic Belgien), J. S. Bach, Händel (Christophorus), Mozart und Husmann mit. Das 5. Klavierkonzert von Beethoven mit Denys Proshayev (1. ARD-Preisträger) wurde 2005 eingespielt. Kürzlich wurde mit James Lowe ein weiteres Album mit Werken von Elgar und Tschaikowski aufgenommen: „ELEGIEN“, auf dem das Preußische Kammerorchester in Stammbesetzung und als Solocellist Bálint Gergely zu erleben sind.