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Heiko Kärger bei seinem Grußwort.

Mehr als 200 Gäste haben am Sonntagvormittag am Festgottesdienst zur Feier der Restaurierung von Kirchturm und Fürstengruft in der Mirower Johanniterkirche teilgenommen. Pfarrer Christian Brodowski und Pfarrer i.R. Bernhard Szymanski führten gemeinsam durch den Gottesdienst mit Posaunen und Kirchenchor. Brodowski dankte allen Beteiligten an den Baumaßnahmen, insbesondere der Kirchenverwaltung und der Forschungsstelle Gruft unter Leitung von Dr. Regine Ströbl. Auch allen Handwerkern und Künstlern, die in die Restaurierung eingebunden waren, galt sein herzlicher Dank.

Landrat Heiko Kärger nutzte die Gelegenheit, auf die Schönheit der Schlossinsel und die gelungene Gestaltung der Außenanlagen hinzuweisen. „Da gibt es nichts zu meckern“, sagte Kärger, der auch 2. Vorsitzender beim Verein Kulturgut Mecklenburg-Strelitz ist. Der Landkreis werde die Baumaßnahmen auf der Schlossinsel nach seinen Möglichkeiten weiter unterstützen.

Herzogin Olga und Herzog Carl Michael bei einem Spaziergang über die Insel.

Dr. Ströbl und die Neustrelitzer Autorin Sandra Lembke, die sich unter anderem durch ihre Vorträge im 3 Königinnen Palais auf der Schlossinsel auch in Mirow einen Namen gemacht hat, berichteten von den Recherchen zur Restaurierung der Särge. Im Namen des Großherzoglichen Hauses würdigten Herzogin Olga und Herzog Carl Michael alle Beteiligten für die hingebungsvolle Arbeit an der Fürstengruft. Im Anschluss führte Dr. Rajko Lippert, Vorsitzender des Vereins Kulturgut Mecklenburg-Strelitz, durch die restaurierten Grufträume. Vor dem Kirchturm wurde zu einem Imbiss eingeladen.

Mit einem Kulturereignis ersten Ranges hat der Kirchturmverein Mirow am Sonntagnachmittag die diesjährige Saison eröffnet. Kaum ein Platz blieb frei auf der Empore der Johanniterkirche bei der Vernissage zur Ausstellung „still – Polaroids & Poesie“ der Berliner Ausnahmekünstlerin Jacqueline Majumder (Jahrgang 1965). Sie arbeitet mit Polaroids, schafft daraus neue, ausdrucksstarke Bilder und umgibt diese mit Poesie. Die Berliner Fotografin Loredana Nemes, die eine wunderschöne Laudatio hielt, bezeichnete ihre Freundin als „Farbe und Vers“. „Die Majumder mäandert durch die Räume und die Träume.“

Jacqueline Majumder verteilte als ein Dankeschön Blumen unter anderen an Hartwig Grählert und Ulla Pape vom Kirchtumverein (hinten).

Kirchturmvereinsvorsitzender Hartwig Grählert würdigte die Ausstellung als eine ganz außergewöhnliche. Er freute sich, dass neben Mitgliedern und Freunden des Vereins auch viele Berliner den Weg in die Johanniterkirche gefunden haben. Ich habe mit Jacqueline Majumder gesprochen, die mir verriet, nicht auf Anhieb die Ausstellung zugesagt zu haben, nachdem die Mirower über eine Bekannte an sie herangetreten waren. „Ich bin zunächst hierher gekommen und habe mir diesen Ort angeschaut. Die Johanniterkirche ist ein guter Ort, ein ganz besonderer, das habe ich sofort gespürt, ein Ort der Liebe und des Lichtes.“ Da sei ihr die Entscheidung ganz leicht gefallen, so die gefragte Künstlerin und Physiotherapeutin. Mein Tipp: Die Ausstellung unbedingt anschauen, sie ist bis zum 31. Oktober geöffnet.