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Kommunales, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Stadtentwicklung, Wesenberg
Die Wesenberger Stadtvertreter wollen auf ihrer Sitzung am kommenden Donnerstag um 19 Uhr unter anderem das „Grobkonzept Fördergebiet Lindenstraße“ beschließen. Die Vorlage enthält zwei interessante Anlagen, aus denen hervorgeht, dass ein weiterer Plattenbau – wenn vielleicht auch nicht heute und morgen – zur Disposition steht. „Eine Reduzierung des Geschosswohnungsbaus durch Abriss von nicht mehr benötigtem Wohnraum ist ökonomisch und städtebaulich unabdingbar“, heißt es mit Verweis auf den sich vor allem hier dramatisch entwickelnden Leerstand.
Nachdem das zurückstehende leerstehende Gebäude 17 d bis f mit Stadtvertreterbeschluss vom Sommer jetzt abgerissen werden soll (Strelitzius berichtete) und das Haus Nummer 19 und 21 ja bereits verschwunden ist, ist auch der direkt an der Lindenstraße stehende bewohnte Block 17 a bis c aus DDR-Zeiten als Teil des Bearbeitungsgebietes auf der Zeichnung der Planer schon nicht mehr existent.
Die betroffene Gesamtfläche soll nach Abbruch der Geschossbauten mit fünf zweieinhalbgeschossigen Gebäuden von jeweils fünf bis sechs Wohneinheiten und teilweise altersgerechten Wohnungen sinnvoll bebaut werden. Aber nur für drei der fünf Gebäude – die beiden hinteren und das vorn rechts – bestünde nach Beschlusslage demnächst Baufreiheit.
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Für die Entwicklung der Stadt wäre die derzeit als Trampelpfad bestehende Wegeverbindung zwischen Bahnhof und der Lindenstraße wichtig mit zu bedenken und deren städtebauliche Einbindung in das Stadtgefüge ernsthaft zu prüfen!
Dies kann üblicherweise im Rahmen einer Aufstellung eines B-Planes mit verankert werden und würde sich beispielsweise entlang der südlichen oder nördlichen Grundstücksgrenze weiterhin anbieten.
Inwieweit eine öffentliche Wegeverbinung entlang des Bahnsteiges sichergestellt werden kann, sollte in enger Abstimmung zwischen Stadt und Eisenbahninfrastrukturunternehmen erörtert werden.
Auch wenn die Verbindung zum Wohngebiet südlich des Zühlensees so nun schon verbaut worden ist, sollte diese schon weiterhin als wichtig für die öffentliche Erschließung der nordöstlichen Wohngebiete betrachtet werden, wenn man hier doch einmal ohne Auto unterwegs sein möchte oder muss.
Vielen Dank für die Stellungnahme, die ich an die Verantwortlichen weiterleiten werde.
Danke, übrigens, es muss auch kein B-Plan sein. Wichtig ist meiner Meinung vor allem, die derzeitigen fußläufigen (oder fahrradtauglichen) Querverbindungen im Stadtgefüge bei weiteren Planungen mit zu beachten.
Zu diesem Beitrag schreibt mir Wesenbergs Bürgermeister Helmut Hamp:
Wünschenswert ist eine Zuwegung zum Bahnhof aus Richtung Lindenstraße, Zühlensee und Siedlung ohne Nutzung der Bahnhofstraße. Hier wird aber noch zu klären sein, ob, wann und wie der Haltepunkt der Bahn verlegt wird und welche Perspektive das Bahnhofsgebäude hat.