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Heiko Kruse, Vincent Kokert, Manfred Giesenberg und Marco Helm (von rechts) schneiden das symbolische Band durch.

Wer schönstes Dorf Deutschlands werden will (Strelitzius berichtete), braucht so seine Alleinstellungsmerkmale. Eines dürfte Priepert in der Mecklenburgischen Kleinseenplatte am heutigen Sonnabend für sich verbucht haben: Am Großen Priepertsee wurde die Badesaison eröffnet, und, noch mal zum Mitschreiben, es war der 28. Oktober 2017. Anlässlich der offiziellen Übergabe des neuen Badestrandes stürzten sich der lütte Matti von Gemeindewehrführer Gilbert Otto sowie die Eheleute Petra und Ingolf Helm stellvertretend für ihre Mitbürger in die Fluten.

Zuvor hatten Bürgermeister Manfred Giesenberg, der CDU-Fraktionsvorsitzende im Landtag und Landesvorsitzende der CDU, Vincent Kokert, Amtsvorsteher Heiko Kruse und der Prieperter  Bauunternehmer Marco Helm das symbolische Band am Zugang zum Badesteg durchschnitten. Die DRK-Wasserwacht mit Torsten Krüger an der Spitze übergab schon mal die für einen öffentlichen Badestrand obligatorischen Aushangtafeln, und auf dem See kreuzte die Wasserschutzpolizei, damit auch alles seine Ordnung hatte.

Keine Feier in Priepert ohne die örtliche Singegruppe, die auch diesmal wieder die richtigen Titel im Repertoire hatte. „Pack die Badehose ein“, „Jetzt fahr’n wir über’n See“ und andere Lieder ließen das stürmische Wetter, zum Glück ohne Regen, schnell vergessen. Zumal Marco Helm und der Bürgermeister zur Feier des Tages auch noch für kostenlose Getränke und Bratwürste gesorgt hatten.

Rund 100 000 Euro kostet die Umgestaltung des Badestrandes. Die Gemeinde ist mit lediglich 7000 Euro dabei, „ein Schnäppchen“, findet Manfred Giesenberg. Womit er wohl recht hat. Das übrige Geld stammt aus dem Dorferneuerungstopf des Landes und aus einer Sonderbedarfszuweisung des Landkreises.

So ganz vollendet ist das Werk noch nicht. Die Bänke sind nicht rechtzeitig angeliefert worden, und die Taue für die Begrenzung sind zwar da, aber eine entscheidende Frage ist noch nicht beantwortet: Seile durchfädeln oder Ösen an die Pfähle bauen. Zum Glück bleibt ja noch ein bisschen Zeit, bevor die ersten Touristen zum Baden eintreffen und dann auch alles schön grün ist. Vorher wird am Hang oberhalb der Badestelle noch gerodelt, falls es Schnee gibt.

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