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Unsere Jungs im Freudentaumel nach dem Arbeitssieg.

Als mir PSV-Coach Dirk Heß heute vor der Partie sagt, dass es wohl ein schweres Stück Arbeit werden würde, ahnt er wohl schon, was da mit den Preußen aus Berlin auf seine Jungs zukommt. Am Ende entscheidet der PSV Neustrelitz Team Wesenberg die Drittliga-Begegnung in der Strelitzhalle mit 3:2 (22:25, 25:23, 23:25, 25:19, 15:12) für sich und versetzt rund 500 einheimische Zuschauer in einen Freudentaumel. Als effektivster Spieler auf Seiten des Gastgebers wurde Alex Komisarov geehrt.

Alex Komisarov wurde ausgezeichnet.

Hinter Komisarov, den der Trainer ab dem 2. Satz brachte, hatte wegen Knieproblemen eigentlich ein Fragezeichen gestanden. Am Ende der Partie erwies er sich als der Joker und legte eine Nervenstärke an den Tag, die beispielsweise Andrej Storozhenko heute fehlte, der sonst eine Bank für das Team ist. Es war dann auch Komisarov, der mit einem gewaltigen Aufschlag den ersten Matchball für die Hausherren verwandelte.

Das Spiel war auf beiden Seiten von viel Nervosität und Fehlern geprägt, wobei die Neustrelitzer es verstanden, technische Nachteile gegenüber den Berlinern durch bedingungslosen Kampf auszugleichen. Im vierten Satz ging dann auch endlich das auf, was Trainer Dirk Heß als Erfolgsrezept ausgegeben hatte. Der PSV entwickelte einen Aufschlagdruck, der es dem Gegner immer wieder erschwerte, sein eigenes Spiel zu entwickeln und ihn in die Defensive zwang. Zu dem Zeitpunkt hatte sich dann auch der PSV-Block hinreichend sortiert und erntete Punkt für Punkt.

„Es ist ein wertvoller Sieg, den wir uns hart erarbeitet haben“, sagte mir fix und fertig nach dem Krimi der PSV-Coach. „Die Partie hätte gut und gern anders herum ausgehen können, zumal wir vom Schiedsrichter in der entscheidenden Phase nicht eben begünstigt wurden.“ Jetzt müsse er erst einmal ein Bier trinken, was ihm von Herzen gegönnt sei. Auch ein zweites… Strelitzius verneigt sich vor unserer Mannschaft.

Zwei Zähler also für den PSV Neustrelitz Team Wesenberg, der mit acht Punkten auf Rang 3 der Tabelle vorrückt, punktgleich mit den Pinnebergern auf dem 2. Platz, die aber morgen noch zu spielen haben. Am kommenden Sonnabend tritt die Heß-Truppe beim Sechsten TKC Wriezen an.

Im zweiten Satz lag der PSV-Sechser schon 7:14 zurück und drehte den Durchgang noch. Das dürfte für die Partie entscheidend gewesen sein.