Schlagwörter
Brand, Feuerwehr, Kriminalität, Mecklenburg-Strelitz, Neustrelitz
Nach der Brandkatastrophe in einem Mehrfamilienhaus am Neustrelitzer Bahnhof am Montagabend (Strelitzius berichtete) hat die Polizei eine erste Bilanz der schrecklichen Ereignisse vorgelegt. Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, alle zwölf Geschädigten sind bei Freunden und Verwandten untergekommen.
Der Brand war gegen 20.10 Uhr gemeldet worden. Bei Eintreffen der Polizei drang bereits starker Rauch aus der geöffneten Hauseingangstür und leichterer Rauch aus einem Fenster einer Wohnung im Erdgeschoß. Einige Anwohner hatten sich schon in Sicherheit bringen können, doch auf einem Balkon im ersten Obergeschoss befanden sich fünf Personen, die auf Grund der starken
Rauchentwicklung nicht durch das Treppenhaus ins Freie konnten. Diese
wurden durch die Freiwillige Feuerwehr Neustrelitz über eine Drehleiter geborgen. Alle erlitten leichte Rauchgasvergiftungen und wurden ambulant im Rettungswagen behandelt.
Eine weitere Person wurde ebenfalls aus dem ersten Obergeschoss
durch ein Fenster über eine Anstellleiter geborgen. Dieser Bewohner erlitt eine
Rauchgasvergiftung und wurde im DRK-Krankenhaus Neustrelitz stationär
aufgenommen. Feuerwehren aus der ganzen Region eilten zum Unglücksort, um die Flammen zu bekämpfen.
Nach ersten Erkenntnissen brach der Brand im Keller aus, erfasste
bereits nach kurzer Zeit das Erdgeschoss und griff in der Folge mit
hoher Geschwindigkeit auf das erste Ober- und das Dachgeschoss über.
Es wird von einem Schaden im sechsstelligen Bereich ausgegangen. Mit dem Verdacht der schweren Brandstiftung hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache übernommen und den Brandort beschlagnahmt. Momentan untersucht ein Brandursachenermittler das Objekt.
Dieses Haus war das Elternhaus meines Vaters, der 1922 in Neustrelitz geboren ist. Als ich das erste Mal 1972 mit der Bahn in Neustrelitz ankam, war es das Erste, was ich von der Stadt sah.
Das tut meiner Holden und mir sehr leid, lieber Hannjörg. Wer zündet nur Häuser an? Wir sind fassungslos.