Schlagwörter
Mecklenburg-Strelitz, Mecklenburgische Kleinseenplatte, Politik, Verkehr
Die Kleinseenbahn zwischen Neustrelitz und Mirow ist nach Auffassung des Neustrelitzer Bürgermeisters Andreas Grund „durch den messbaren Erfolg weiter auf einem guten Weg in die Zukunft“. In seinem jüngsten Bericht an die Stadtvertreter verbreitet das Stadtoberhaupt einen Optimismus, den die Bürgerinitiative Pro Schiene nur bedingt teilt.
In deren „Neujahrsbotschaft“ (Strelitzius berichtete) war 2016 als das entscheidende Jahr für den Fortbestand oder das Ende der Kleinseenbahn benannt worden, in dem vor allem die anliegenden Kommunen gefragt seien. Zwar war im aktuellen Gutachten dem Modellprojekt durchaus Erfolg bescheinigt worden, zugleich aber ein umfangreicher Aufgabenkatalog aufgemacht worden. Den in der noch bis zur nächsten, finalen Begutachtung 2017 zur Verfügung stehenden Zeit abzuarbeiten, ist eine mehr als sportliche Aufgabe.
Insofern sind Äußerungen Grunds, es seien „Weichenstellungen für die Zukunft“ vorgenommen worden und es gelte, „Bewährtes beizubehalten und nach neuen Handlungsmöglichkeiten zu suchen“, nicht mehr als Worthülsen. Ein großer Ruck kommt anders daher. Immerhin nennt der Bürgermeister Themen: Einsatz kraftstoffsparsamerer Fahrzeuge in Zeiten geringer Nachfrage, die Aktion „48 Stunden Kleinseenplatte“, thematische Angebote mit der Bürgerinitiative, Umsetzung des Projektes „Kombiniert mobil“ Bus/Bahn, die Zusammenarbeit mit der Tourismusbranche und attraktivere Bahnhofsumfelder. Alles Empfehlungen, die auch im Gutachten vom vergangenen Herbst enthalten sind.