Am kommenden Samstag, dem 6. September, um 17 Uhr, liest Uta Gosselck-Perschmann in der Kirche Ankershagen Briefe und Tagebücher der bekannten Malerin Paula Modersohn-Becker (1876-1907). Untermalt wird die Lesung mit Werken der Künstlerin und Bildern aus Worpswede und Paris aus den Jahren 1900 bis 1907. Uta Gosselck-Perschmann war Dramaturgin und Schauspieldozentin in Berlin und Hannover und bis 2004 Sprecherzieherin am Staatstheater Braunschweig.
In Neuruppin ist der Komponist Ferdinand Möhring tief verwurzelt: Es gibt ein Denkmal, eine Straße und einen Chor mit seinem Namen. Der Alt-Ruppiner war eine beeindruckende Künstlerpersönlichkeit des 19. Jahrhunderts, die für lange Zeit in Vergessenheit geriet. 2016 wurde seine Musik bei einem Konzert in der Neuruppiner Kulturkirche wieder zum Leben erweckt. Doch das damals gefeierte Geburtsdatum war falsch: Dies entdeckte die Ferdinand Möhring Gesellschaft, die sich 2017 gründete und inzwischen sieben seiner Tagebücher transkribieren und editieren ließ.
„Ich bin und bleibe Musiker“ ist nur eines von vielen eindrücklichen Zitaten aus diesen Texten, das zudem Möhrings Persönlichkeit auf den Punkt bringt, und sich so wunderbar als Titel für eine besondere Veranstaltung eignet: Am Freitag, 13.9., stehen bei einer Lesung im Schlosstheater Rheinsberg Ferdinand Möhrings Tagebücher im Mittelpunkt. Mit Musik der Ruppiner Kantorei und filmischen Impressionen wird ein vielschichtiges Porträt Möhrings gezeichnet. Es liest Klaus-Peter Möller vom Fontane-Archiv-Potsdam, der sich der aufwendigen Transkription und Edition der Schriften im Auftrag der Möhring Gesellschaft widmete. Unterstützt wurde das mehrjährige Projekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Stadt Neuruppin und der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin.
Die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz steht für Offenheit und Diskussion, für Begegnung und Austausch, für respektvollen Umgang und kulturelle Vielfalt. Antisemitismus und Hass haben keinen Platz. Hierzu möchte die TOG ein Zeichen setzen und Victor Klemperers Tagebücher ‚ICH WILL ZEUGNIS ABLEGEN BIS ZUM LETZTEN‘ lesen. Jeden Tag ein Eintrag, entlang Klemperers Aufzeichnungen bis 1945, beginnend 1933 – eingelesen von Mitarbeiter*innen aller Sparten und Gewerke und Gästen. Victor Klemperer war Literaturprofessor, Schriftsteller, Jude und Chronist seiner Zeit.
ES LESEN Noah Alexander Wolf – Josefin Ristau – Thomas Pötzsch – Laura Possart – Christoph Heckel – Caren Miosga – Sven Müller – Maike Brümmer – Maik Priebe – Felix Erdmann – Anika Kleinke – Burkhard Wolf – Lisa Scheibner – Silja Verheyen – Robert Will – Malte Bähr – Charlie Hübner – Ludmilla Rothfuß- Kit Kanke – Theo Hartmann – Bärbel Kowarik – Dirk Schmidt – Gesa Schitthelm – Klara Maas – Birgit Ramin – Jürgen Esser – Simone Kaufmann – Alexander Groth – Robert Will – Beate Richter – Miriam Kohlhase – Jule Fischer – Stefanie Esser – Martha Winkler – Anika Olivia Rohrbeck – Marie-Sophie Werner – Sebastian Köckler – Marie-Christine Böttner – Nina Gummich – Tassilo Probst.
Der erste Beitrag startet heute: Noah Alexander Wolf liest den Eintrag 21. Februar 1933.