Eine schlechte Nachricht hat mich vom Wesenberger Burgverein erreicht: Der ursprünglich für den 12. September geplante 2. Weinabend auf der Burg ist schweren Herzens abgesagt worden. „Angesichts der Corona-Pandemie sind einfach zu viele Risikofaktoren vorhanden, die wir berücksichtigen müssten“, so Vereinsvorsitzender Axel Hirsch gegenüber Strelitzius.
Hingegen sollen ein Flohmarkt mit Buchbasar am 22. August von 11 bis 15 Uhr auf dem Festplatz unterhalb der Burg stattfinden. Als Standgebühr werden zehn Prozent des Verkaufserlöses erhoben. Näheres zu den Anmeldungen ist dieser Tage hier im Blog zu lesen.
In diesem Jahr wird es wegen der Corona-Pandemie keine Kunstmärkte auf der Mirower Schlossinsel geben. Sowohl die Frühlings- als auch die Sommerveranstaltung mussten abgesagt werden, teilte mir Ulla Pape seitens der Verstalter vom Inselverein mit. „Corona lässt es einfach nicht zu.“ „Frühling am Schloss“ werde es nun am 14. und 15. Mai 2021 geben, „Kunst am Schloss“ am 7. und 8. August 2021.
Einer geht noch, haben sich die Holde und meine Wenigkeit gestern gesagt. Das müssen sich viele andere Mitmenschen auch am Sonnabend vor dem vierten Advent gedacht haben, die ihre Schritte zum Useriner Weihnachtsmarkt lenkten. Wir gehörten kurz nach 15 Uhr zu den ersten Besuchern und konnten das Warmup der Macher beobachten, bevor die nach dem kollektiven Startschluck in die diversen Buden flitzten. „Alles dorfgemacht“, wurde das Markttreiben beworben, und uns hat es Spaß gemacht. Keine 30 Minuten waren vergangen, und der Useriner Festplatz war knüppeldickevoll.
Irgendwie hat das Dorf für unsereins ja eine strategisch günstige Lage. Wir haben neben Bekannten aus Userin, Groß Quassow und Zwenzow auch welche aus Neustrelitz und dem heimatlichen Wesenberg getroffen. Apfelpunsch, angeschossener Glühwein, Thüringer Bratwurst und knobihaltige Champignon-Kräuterpfanne haben gemundet, beim Flammkuchen war die Sättigung leider schon erreicht, und auch das Wildschwein vom Spieß konnte von uns aus vorgenanntem Grund leider nicht mehr verkostet werden. Übrigens gab es auch noch ganz ausgefallene Weihnachtsdeko-Kunsthandwerkteile, aber wir haben ja nur das eine Haus. Weshalb wir auch der Tombola ausgewichen sind.
Als wir nach zwei Stunden den Rückzug antraten, nicht, ohne noch den singenden Weihnachtsmann erlebt und beim Stand der Strelitzer Feldbogengilde zugeschaut zu haben, strömten die Besucher immer noch in die Gegenrichtung. Wer weiß, wen wir alles verpasst haben. Für uns war es eine Premiere, und Fakt ist, der Useriner Weihnachtsmarkt ist ab sofort ins alljährliche Adventsprogramm aufgenommen.
Bürgermeister Axel Malonek sprach gegenüber Strelitzius von einem „großartigen Erlebnis, das die Vereine und Bürger den Besuchern beschert haben. Ich bin voll des Lobes. Da können sich andere eine Scheibe abschneiden, der Markt erreicht inzwischen seine Kapazitätsgrenze. Alles individuell, selbstgemacht, nichts übergestülpt.“
Der 8. Useriner Weihnachtsmarkt findet, wie bereits kurz geeldet, am morgigen Sonnabend ab 15 Uhr auf dem Festplatz in Userin statt. Es werden Handwerk, allerlei Köstlichkeiten, eine große Tombola, Bogenschießen und vieles mehr geboten.
Wie mir Gemeindevertreter Ralph Pankow verrät, nimmt in diesem Jahr der Weihnachtsmann nicht nur die letzten Wunschzettel persönlich entgegen. Der bärtige Alte wird auch einige Lieder singen.
Wir lieben es einfach, in der Adventszeit einmal nach Dalmsdorf zu fahren und der dortigen Glasmanufaktur nebst kleinem Weihnachtsmarkt einen Besuch abzustatten. Deshalb will ich auch in diesem Jahr die Werbetrommel für den Laden von Bettina Paesler und den Budenzauber dahinter im Hof rühren. Die Holde und meine Wenigkeit waren nämlich schon wieder da und sind einmal mehr beim Stöbern fündig geworden.
Anschließend einen Glühwein oder ein Stück frischgebackenen Kuchen am lodernden Kaminofen, mehr kann man nicht erwarten. Kompliment an die Organisatoren, die die Dalmsdorfer Weihnacht zum achten Mal für Besucher aus nah und ferner anbieten und morgen in die zweite Halbzeit gehen. Mein Ausflugstipp für die verbleibenden zwei Adventswochenenden!
1. Vizebürgermeisterin Christine Kittendorf, Stefanie Mewes und Henry Tesch (von links) mit dem Weihnachtsmann trotz des Regens bester Laune.
Viele Helfer haben zum Gelingen des Weihnachtsmarktes am gestrigen Sonnabend auf der Mirower Schlossinsel beigetragen. Bürgermeister Henry Tesch ist sich sicher, dass das Team von Organisatoren auch in den kommenden Jahren die Garantie für schöne Weihnachtsmärkte in der Stadt ist. „Alle haben an einem Strang gezogen, und ich kann mich nur für das Engagement bedanken“, so das Stadtoberhaupt gegenüber Strelitzius. „Natürlich ist jeder willkommen, der mitmachen will, einfach melden. Wir haben schon neue Ideen, um den Markt noch attraktiver zu machen.“
Bäckermeister Wilko Reinhold legt beim Stollenanschnitt mit Hand an.
Mit den Weihnachtsponys von Stefanie Mewes und Hedy Marschall im Gefolge des Weihnachtsmanns und dem Anschnitt des vom Bürgermeister spendierten Stollens unter sachkundiger Anleitung von Bäcker Reinhold hatte das muntere Treiben auf der Schlossinsel begonnen. Puppenspiel im großen Saal des Schlosses, Bastelstraße im 3 Königinnen Palais, viel Musik, Wurst aus Roggentin und Cider aus Diemitz, es fehlte den kleinen und großen Marktbesuchern an nichts.
Der Feuerwehrmusikzug hat dann in der Johanniterkirche den klangvollen Schlusspunkt gesetzt. Die trotz des miesen Wetters vielen Besucher haben sich spendenfreundlich gezeigt, und so bekommt der Mirower Jugendclub Geld für seine Weihnachtsfeier.
Mehrere tausend Besucher hat die diesjährige Neustrelitzer Tiergartenweihnacht bereits am heutigen ersten Tag gezählt. Nachdem sich das Wetter am Nachmittag gebessert hatte und letztlich trocken blieb, strömten die Leute in Scharen in die Hüttenrunde vor der Freilichtbühne.
Traditionell hatte das Ensemble Carolinum unter Maestro Reinhard Gust die Tiergartenweihnacht eröffnet. Zweifellos ein weiteres Highlight im Bühnenprogramm war „Das Gretzo“. Wer Kinderbuchautor und Musiker Lars Engelbrecht und seine Puppe nicht erlebt hat, der hat echt etwas versäumt. Dem Slogan „Genial – Regional“ des Negasters ist nichts hinzuzufügen.
Aber auch am Sonntag lohnt es sich auf jeden Fall noch, die Schritte zur Tiergartenweihnacht zu lenken. Es soll ja sogar Wiederholungstäter geben. Geöffnet ist morgen von 14 bis 18 Uhr. Zum Auftakt ist diesmal der Chor der Europaschule Kiefernheide zu hören.
Die Caroliner, hier Bilder vom vergangenen Jahr, werden die Besucher am kommenden Sonnabend wieder festlich einstimmen.
Das hat es zur Neustrelitzer Tiergartenweihnacht noch nicht gegeben! Am 7. und 8. Dezember wird für die lütten Besucher eine 30 Meter lange, 2,5 Meter breite und fünf Meter hohe Speed Tubing Bahn der Eventagentur Zwergenfeier aufgebaut. Auf Reifen geht es die Kunststoffpiste hinunter, eine Mordsgaudi. Links und rechts eingangs des Hauptweges wird es einen riesigen Kinder-Erlebnisbereich geben, in dem natürlich auch Eisenbahn und Diesel-Ameise unterwegs sind. Der Kinderspielplatz des Tiergartens ist ohnehin bei fast jedem Wetter eine Attraktion.
Die Kreativlinge unter den Mädchen und Jungen dürften im großen Bastelzelt genau richtig sein. Das Gut Marihn bietet in der Nachbarschaft Weihnachtsbäume und Festtagsgeflügel an, und der Weihnachtsmann wird ganz schön außer Puste geraten, wenn er alle Buden und Stände besuchen will. Sollte ihm noch das eine oder andere Geschenk im Sack fehlen, hier findet er es bestimmt.
Mit Mark Voice und Lilly Wünschebaum sind gute alte Bekannte erneut engagiert worden, denen die Herzen ihrer kleinen und großen Zuschauer erfahrungsgemäß nur so zufliegen. Neu auf dem Programmzettel sind das „Duo La Wie“ und „Das Gretzo“. Außerdem gehört die Bühne natürlich den Carolinern am Sonnabend und den Kiefernheider Europaschülern am Sonntag für ihre beliebten besinnlichen Konzerte, bei denen wie gewohnt mitgesungen werden darf. Hingegen sind Margaretha Hafner-Akazawa und ihre Saxofon-Kollegen wie gewohnt gleich am Eingang zu erleben. Im neugestalteten Bistro wird an beiden Tagen der Tiergartenweihnacht die Kaffeetafel gedeckt sein, die vor allem die älteren Besucher Jahr für Jahr anzieht. Hier trifft man gern Bekannte, ebenso, wie in der Hüttenrunde an der Freilichtbühne auf einen Becher Glühwein oder ein Stück Gegrilltes.
Geöffnet ist am Sonnabend von 14 bis 20 und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt und kostenlosen Attraktionen für die Besucher aus der Residenzstadt und ihrem näheren und weiteren Umland. Auch in Neubrandenburg, Fürstenberg und Waren ist die Neustrelitzer Tiergartenweihnacht längst ein Begriff. Das gilt auch für viele „Auswanderer“, die es in der Adventszeit und zu den Feiertagen voller Wiedersehensfreude in die alte Heimat zieht. Die Stadtwerke als Träger des Tiergartens bitten wegen des zu erwartenden großen Andrangs, die einige wenige Schritte entfernten Parkmöglichkeiten an der Strelitzer Chaussee zu nutzen, da direkt am Tiergarten und auf dem Hof der Nehru-Schule gleich nebenan nur begrenzte Abstellkapazität besteht.