An diesem Wochenende fand auf dem Glambecker See in Neustrelitz zum 30. Mal der Eco-Wettbewerb des Modellsportclubs Neustrelitz statt. Bei strahlenden Sonnenschein gingen 29 Starter aus fünf Nationen an den Start. Der nördlichste Teilnehmer kam aus Schweden, der südlichste aus Tschechien. Gestartet wurde in zehn Bootsklassen.
Beamter der WSPI Waren beim Codieren eines Außenborders. Foto: Polizei
Bootsmotorendiebstähle sind in unserem Bundesland, das von einem hohen Anteil an maritimem Tourismus geprägt ist, ein wiederkehrendes Thema. Darauf wird in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Landeswasserschutzpolizeiamtes und des Landeskriminalamtes Mecklenburg-Vorpommern hingewiesen. Auch während der Winterpause des Wassersports waren Diebe bereits aktiv, wie die nachfolgenden Fälle aus dem Februar dieses Jahres beispielhaft belegen: In einem Fall sind unbekannte Täter auf das Vereinsgelände eines Wassersportvereins eingedrungen. Hier wurden von insgesamt drei Sportbooten die Außenbordmotoren entwendet. Es handelte sich um einen fünf-, einen 15- sowie einen 90-PS-starken Motor. Die Täter haben die Zuleitungen der Motoren durchtrennt und in der weiteren Folge die demontierten Motoren unter der Maschendrahtumzäunung des Geländes hindurchgereicht. Der Gesamtschaden belief sich auf ca. 14.600 Euro. Die Sportboote befanden sich im Freilager und waren aufgepallt.
In einem weiteren Fall wurde der Diebstahl von zwei Außenbordmotoren angezeigt. Diese waren an Sportbooten montiert, welche auf einem Betriebshof abgestellt waren. Die Motoren waren an den Booten mit Sicherungsleisten gegen Wegnahme gesichert. Dabei handelte es sich um zwei 4-Takt-Motoren mit 25 bzw. 15 PS Leistung.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Lageentwicklung zu Beginn des Jahres 2024 ähnlich wie im Vorjahr dar, als in den ersten zwei Monaten ebenfalls bereits vier Außenbordmotoren von Booten, die sich im Winterlager befanden, entwendet wurden. 2022 waren es bis Ende Februar bereits neun entwendete Bootsmotoren. Auch im März und April 2024 wurden der Wasserschutzpolizei MV vermehrt Bootsmotorendiebstähle angezeigt, insbesondere in dem Bereich der Mecklenburgischen Seenplatte. Dennoch ist bei der landesweiten Betrachtung der Vorgangszahlen und der Anzahl der entwendeten Bootsmotoren seit 2020 eine leichte Entspannung festzustellen. Im Jahr 2023 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 157 Vorgänge der Bootskriminalität bei der Polizei zur Anzeige gebracht. Damit war erneut ein Rückgang zum Vorjahresniveau (2022: 203 Vorgänge) festzustellen. Der überwiegende Anteil der erfassten Vorgänge bezieht sich, wie in den Vorjahren auch, auf gestohlenes Bootszubehör (2022: 86 Fälle, 2021: 109 Fälle).
Jutta Wegner, bündnisgrüne Landtagsabgeordnete, hat begrüßt, dass die Verlängerung einer Ausnahmegenehmigung für Boote mit Verbrennungsmotoren auf den Feldberger Seen nicht kommt (Strelitzius berichtete). „Es ist die einzig richtige Entscheidung zum Schutz der Natur. In die Entscheidung des Landrates ist auch die Antwort auf meine Kleine Anfrage an die Landesregierung eingeflossen, die auf naturschutzrechtliche Belange hingewiesen hat.“
Die Feldberger Seenlandschaft als naturnahe Tourismusdestination habe gewonnen und bleibe so für viele Menschen eine wichtige Grundlage, um dort Urlaub zu machen, betonte Jutta Wegner. „Die hohe Anzahl der bereits zugelassenen Boote mit Elektroantrieb zeigt, dass viele Urlauber und Einheimische die Vereinbarkeit von Naturschutz und Erholung erkannt haben und dazu stehen.“
Die Wasserschutzpolizeien der Länder Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern starten am 18. Mai in die nächste gemeinsame Themenkontrollwoche in diesem Jahr. Dabei stehen die privaten und gewerblich genutzten Sportboote im Fokus.
Die „Maritime Safety Days“ sind verstärkte präventive wasserschutzpolizeiliche Kontrollen aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf dem Wasser. Das Ziel dabei ist die Verhütung von Beeinträchtigungen und Schädigungen im Schiffs- und Sportbootverkehr.