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Bei den ersten Spatenstichen: Julia Berdermann, Thomas Müller, Henry Tesch, Thorsten Haker, Wilfried Staff und Amtswehrführerin Anke Krüger (von links).

Das Nationalparkdorf Blankenförde erhält ein neues Feuerwehrgerätehaus. Am heutigen Vormittag wurden die symbolischen ersten Spatenstiche zu dem rund 1,625 Millionen Euro teuren Vorhaben gesetzt, darunter 877.000 Euro Fördermittel von Land (Europäisches Dorfentwicklungsprogramm ILERL) und Landkreis (Brandschutzsteuer). „Es ist nun wirklich keine Kleinigkeit, dass es uns als Stadt Mirow gelungen ist, einen solchen hohen Eigenbeitrag von fast 750.000 Euro aufzubringen, betonte Bürgermeister Henry Tesch. „So werden wir auch zukünftig Haushaltspolitik betreiben: Sicherung von Finanzen im Haushalt der Stadt Mirow, um mit „unserem“ Geld Fördermittel zu beantragen. Ohne ausreichend Eigenmittel keine Chance auf Fördermittel.“ Der Dank gehe an alle Unterstützer, darunter die Stadtvertreter.

Tesch stellte zugleich heraus, dass das im Kommunalwahlkampf 2019 angekündigte Projekt unmittelbar nach dem Urnengang in Angriff genommen worden ist. Bereits Anfang 2020 hatten die Planungen begonnen, die Planungsleistungen wurden im selben Jahr an die Baukonzept Neubrandenburg GmbH vergeben, und die Fördermittelanträge wurden gestellt. 2023 folgten Baugenehmigung und Zuwendungsbescheide. „Das Warten hat sich gelohnt“, bekräftigte das Stadtoberhaupt. Nun könne Weihnachten kommen.

Das neue Gebäude wird gegenüber der Kirche in unmittelbarer Nachbarschaft zum bisherigen Gerätehaus direkt an der Kreisstraße mit Ausfahrt auf diese errichtet. Es ist eingeschossig geplant mit einem höheren Gebäudeteil für zwei Innen-Stellplätze. In der Perspektive soll die Feuerwehr Blankenförde nämlich ein zweites Fahrzeug erhalten, das jetzige stammt aus dem Jahr 2009. Natürlich ist auch an Umkleideräume, sanitäre Anlagen und Stauraum vor dem Gebäude gedacht. Alles das war am bisherigen Standort nicht gegeben, ein Umbau ausgeschlossen.

Der stellvertretende Landrat Thomas Müller war in doppelter Funktion beim Spatenstich dabei. Der Babker ist zugleich Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Blankenförde. Er unterstrich, dass das neue Feuerwehrgerätehaus nur durch die Fusion mit der Stadt Mirow und deren solides Haushalten möglich geworden ist. „Das wäre mit einem kleinen Gemeindehaushalt nicht darstellbar.“ Zudem werde es immer schwerer Fördermittel zu generieren.

2015 hat Wilfried Staff die Wehrführung in Blankenförde übernommen. Seinerzeit hatte sogar die Auflösung der Truppe zur Diskussion gestanden. Die Feuerwehr hat heute 15 Aktive, hinzu kommen 26 Mitglieder der Jugendfeuerwehr unter Führung von Julia Berdermann. „Alle Kameradinnen und Kameraden ziehen mit, und das bringt dann auch den Erfolg“, so Staff. Er würdigte das Zusammenwirken mit Tesch und Müller. Jetzt entstehe hier „was Ordentliches“. Der optimale Bauplatz sei auch durch das Entgegenkommen privater Grundstückbesitzer gewonnen worden.

Architekt Thorsten Haker sagte, dass ehrenamtliches Engagement vernünftige Bedingungen brauche. Die Umsetzung des Projektes freue ihn besonders, weil es auch zur Sicherung der Perspektive der Feuerwehr beitrage, welche unverzichtbar sei. Vielleicht bewege das neue Haus ja noch den einen oder anderen, in die Feuerwehr einzutreten. „Und wir lassen die Arbeit dort, wo sie entsteht, denken regional. Wir werden das uns geschenkte Vertrauen mit den entsprechenden Ergebnissen zurückgeben“, versprach der Planer auch im Namen der mit der Ausführung beauftragten Hoch- und Tiefbau GmbH Neubrandenburg.

Das alte Gerätehaus: Platz gerade mal für ein Fahrzeug, ein paar Kleiderhaken und ein Faxgerät.