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Im Mai waren in der Seenplatte 331 Menschen weniger arbeitslos gemeldet als im April, insgesamt 11.926. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 9,2 Prozent. Im Vergleich zum Mai des Vorjahres sind es 393 Arbeitslose weniger.

Thomas Besse. Foto: B4B MV

Arbeitsagenturchef Thomas Besse: „Der Arbeitsmarkt in der Seenplatte stand im Mai im Zeichen der saisontypischen Entwicklung und der Lockerungsschritte bei den Infektionsschutzmaßnahmen – die es den im Shutdown befindlichen Unternehmen erlauben – ihre Aktivitäten nach und nach wiederaufzunehmen. Beides wird den Arbeitsmarkt in den kommenden Wochen weiter beflügeln. Allerdings lag der Rückgang der Zahl arbeitslos gemeldeter Menschen im Mai unter dem dreijährigen Schnitt von rund 750 Personen. Nicht mit eingerechnet ist dabei der Mai 2020, da vor einem Jahr die Folgen des ersten Shutdowns dazu führten, dass der Frühjahresaufschwung nahezu ausblieb, es kaum Neueinstellungen gab und deshalb einmalig die Arbeitslosigkeit um rund 297 arbeitslos gemeldeten Menschen anstieg.“

Der für die Jahreszeit übliche Rückgang der Arbeitslosigkeit zeige, dass der Arbeitsmarkt in der Seenplatte nach wie vor robust ist, sagte Besse: „Rund 700 Menschen konnten im Mai aus der Arbeitslosigkeit wieder eine Arbeit aufnehmen.“

Der Positivtrend auf den Arbeitsmarkt im Landkreis setzt sich damit weiter fort. “Die im Mai deutlich gesunkenen Corona-Infektionszahlen und die damit einhergehende Hoffnung auf weitere Lockerungen der Corona-Eindämmungsmaßnahmen – in den besonders vom Shutdown betroffenen Branchen wie in der Gastronomie und Hotellerie, sowie in Teilen des Handels – haben die Chancen auf (Wieder-)Einstellung deutlich steigen lassen. Auch die Aussicht darauf, dass die Pandemie mit Hilfe der Impfungen beherrschbar wird, wirkt sich zusätzlich positiv aus“, sagt der Agenturchef.

Ohne Kurzarbeit läge die Arbeitslosigkeit noch einmal deutlich höher. Im Mai wurde für 300 Menschen im Landkreis vorsorglich Kurzarbeit angezeigt – 193 weniger als im April. Nach aktuellen Hochrechnungen befanden sich im Januar dieses Jahres 8.069 Mitarbeitende aus 1.332 Unternehmen in Kurzarbeit.