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Auch dieser Atlantische Stör verbleibt unangetastet im Warener Aquarium. Foto: F. Seemann/Müritzeum

In der Fülle von Pressemitteilungen, die mir täglich auf den Schreibtisch flattern, findet ist auch immer mal wieder eine, bei der ich mich wegschmeißen könnte vor Vergnügen, regelrecht beömmeln, um mal das Westfälische zu bemühen. Wie bei der Einladung aus dem Müritzeum in Waren zur Veranstaltung „Fisch mit und ohne Gräten“ am 4. Mai von 19 bis 20.30 Uhr. Dabei wird allen Ernstes ein Besuch des hauseigenen Aquariums mit anschließender Fischverkostung offeriert.

Meine Schwester Manja war in jungen Jahren in Japan und hat entsetzt berichtet, dass es dort Bars gibt, wo man Fische direkt aus dem Glas fischt und sie lebendig verzehrt. Ähnliche Bilder steigen in mir hoch, wenn ich jetzt die Zeilen aus Waren lesen. Sollte sich im Zuge der Globalisierung Fernost bis an die Müritz geschlichen haben? Werden hier Kescher ausgegeben, um sich das Exemplar der Wahl gleich auf den Teller zu hieven?

Keine Angst, hier hat einfach das Marketing des Hauses eine zugegeben gelungene Verbindung geschaffen. Tatsächlich hat das eine mit dem nur sehr indirekt zu tun, die rund 50 Arten von Bewohnern des Aquariums werden nicht dezimiert. Am Müritzeum gibt es das Restaurant „Fischers Küche“, und dessen begnadeter Küchenchef Robert Bluhm kennt sich nicht nur bestens mit der Zubereitung von Schuppentieren aus, sondern gibt auch gern Tipps weiter.

Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist und die Fischverkostung geplant sein möchte, ist eine telefonische Voranmeldung unter 03991 633680 bis zum 29. April zwingend erforderlich. Die Führung inklusive der Verkostung und Eintritt kostet 30 Euro pro Person.