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Bürger, Befragung, Mecklenburgische Seenplatte, Neubrandenburg

Die alltägliche Mobilität der Bevölkerung in Neubrandenburg steht im Mittelpunkt einer Haushaltsbefragung, die von der Technischen Universität Dresden im März gestartet wird. Die Untersuchung ist als Sondererhebung 2019 Teil des Forschungsprojektes „Mobilität in Städten – SrV 2018“, das in mehr als 120 deutschen Städten und Gemeinden zeitgleich läuft. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse und Grunddaten für die örtliche und regionale Verkehrsplanung. Die Befragung richtet sich an Bürger aus allen Bevölkerungsschichten.
Es geht unter anderem darum, ob und mit welchen Verkehrsmitteln die Neubrandenburger im Alltag unterwegs sind und welche Entfernungen dabei zurückgelegt werden. Da die Voraussetzungen für die Mobilität individuell unterschiedlich sein können, wird beispielsweise auch nach Führerscheinbesitz, Erreichbarkeit von Haltestellen und dem Zeitaufwand für die täglichen Wege gefragt.
Die anonymisierte Auswertung der erhobenen Daten liefert ein aktuelles Bild der stadtspezifischen Verkehrsentwicklung. Es wird ergänzt durch den Vergleich mit Städten ähnlicher Größenordnung. Die Befragung in Neubrandenburg beginnt im März 2019 und läuft über zwölf Monate. Die Adressen der ausgewählten Haushalte wurden per Zufallsverfahren aus dem Einwohnermelderegister gezogen. Diese Haushalte erhalten ein Ankündigungsschreiben, das sie über die Befragung informiert und um ihre Mitwirkung bittet. Die Teilnahme ist freiwillig.
Die Erhebung wird telefonisch und schriftlich durchgeführt. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Fragen über einen Online-Zugang im Internet zu beantworten. Auch eine Telefonhotline und ein Webchat sind eingerichtet.
Die Stadt Neubrandenburg und die TU Dresden bitten alle ausgewählten Haushalte, sich an der Befragung zu beteiligen. Nur durch die aktive Mitwirkung möglichst vieler können repräsentative Daten gewonnen werden, die für eine bedarfsgerechte Verkehrsplanung unerlässlich sind. Weiterführende Informationen sind unter http://tu-dresden.de/srv2018 zu finden. Für Rückfragen steht unter 0800 8301830 ein kostenloses Infotelefon zur Verfügung.
Für so eine Befragung und daraus hoffentlich resultierend positive Änderungen auch in den ländlichen Räumen wird es auch dringend Zeit. Soziale inklusive Teilhabe aller Menschen ist geboten und nach UN-Behindertenrechtskonvention bis 2022 verpflichtend. Gegen schnelleres Handeln haben wir Betroffenen nichts einzuwenden. Geld ist schließlich genügend vorhanden. Es muss nur zielgerichteter eingesetzt werden. Mobilität ist die Grundvoraussetzung für die Teilhabe am Arbeitsleben und gesellschaftlichen Leben.