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Schon am kommenden Donnerstag können die Neustrelitzer Stadtvertreter Nägel mit Köpfen machen und einen Beirat bilden, der die weiteren Geschicke des Schlossbergs lenkt. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Landrat Heiko Kärger (CDU) auf der heutigen Konferenz „Anlauf zur Demokratie“ im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz in der Residenzstadt gemacht (Strelitzius berichtete am Mittag). Die Initiative stieß auf breite Zustimmung bei den weit über 100 Versammelten. Stadtpräsident Christoph Poland (CDU) wird nun den Abgeordneten der Stadtvertretung unverzüglich eine entsprechende Vorlage zur Beschlussfassung präsentieren.

Seitens der veranstaltenden Stiftung Mecklenburg äußerte sich deren Ratsvorsitzender Henry Tesch nach Abschluss gegenüber Strelitzius froh über die enorme Beteiligung an der Tagung trotz des von der Geschichte vorgegebenen Datums mitten in der Woche. Vorträge und Diskussion seien darüber hinaus des großen Jubiläums 100 Jahre demokratische Landesverfassung von Mecklenburg-Strelitz würdig gewesen. In einem Jahr werde man sich an gleicher Stelle zur 3. Schlossberg-Konferenz treffen und dann mit Sicherheit wieder ein gehöriges Stück vorangekommen sein.

Zuvor hatte Wilhelm von Boddien, Geschäftsführer des Fördervereins für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses, in einem Schlusswort das bürgerschaftliche Engagement in Neustrelitz gewürdigt. Einheitliches Handeln sei der Schlüssel zum Erfolg, betonte der begeisterte Gast, der schon bei der ersten Konferenz dabei war und gern wiederkehren will.

Weitere Vortragende des Nachmittags waren der Vorsitzende des Neustrelitzer Bauausschusses Ernst-August von der Wense, der das vergangene Jahr in Sachen Schlossberg Revue passieren ließ und an die schwierigen Gespräche mit dem Land erinnerte, sowie viel beachtet Holger Wilfarth vom Büro für Nachhaltigkeit in Neustrelitz zum Projekt digitale Wiederauferstehung des Neustrelitzer Schlosses.

Der Unternehmer Bernd Werdermann und der Architekt Christian Peters widmeten sich den baulichen Problemen auf dem Schlossberg, Jürgen Haase sprach für den Residenzschlossverein. Auch Bürgermeister Andreas Grund ergriff das Wort.