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Coach Achim Hollerieth. Fotos: TSG

Die Absage des vorgezogenen Spiels der Rückrunde in der Fußball-Regionalliga Nordost am morgigen Freitag im Neustrelitzer Parkstadion wegen der Bodenverhältnisse (Strelitzius berichtete) hat bei der TSG nicht eben Freude ausgelöst. „Wir hätten gern noch gegen Budissa Bautzen gespielt und uns vielleicht vor der Weihnachtspause ein Erfolgserlebnis verschafft“, hat mir Cotrainer Robert Gerhardt vor dem heutigen Abschlusstraining verraten. „Es gab auch schon eine Genehmigung des Verbandes, auf den Kunstrasenplatz im Harbigstadion auszuweichen. Aber da müssen momentan die Nähte repariert werden.“

Gelegenheit also, von meinem Blogpartner ein paar einschätzende Worte zur ersten Halbserie einzufangen. „Der Anfang war extrem schwer. Immerhin hatten wir nur noch vier Leute unter Vertrag, von denen uns dann noch ein Spieler verlassen hat. Mit 19 Neuverpflichteten eine harmonische Mannschaftsleistung auf den Rasen zu bringen, das braucht seine Zeit“, betonte Robert Gerhardt. Coach Achim Hollerieth und er schätzten aber ein, dass sich das Team in den letzten ein, zwei Monaten gefangen hat. „Der Trend geht leicht nach oben, was nicht heißt, dass wir mit der ersten Halbserie zufrieden sind. Zu viele Spiele wurden knapp oder ärgerlich verloren, da war mehr drin.“

Wie geht es weiter mit der TSG Neustrelitz in der Regionalliga? „Wir werden auf jeden Fall weiter am Mannschaftsgeist arbeiten, an der Überzeugung, dass jeder notwendig ist, auf dem Rasen oder auf der Bank, um zum Erfolg zu kommen. Ich denke da beispielsweise an die gegenseitige Ersetzbarkeit“, betonte der Cotrainer. Da habe es zuletzt gute Beispiele gegeben. „Wir wollen definitiv die Klasse halten, und wir haben das Zeug dazu.“

„Was Offensives wäre auch nicht verkehrt“

Cotrainer Robert Gerhardt

In der Weihnachtspause wollen Hollerieth und Gerhardt trotz sehr bescheidener finanzieller Möglichkeiten schauen, was noch auf dem Spielermarkt möglich ist. „Wir brauchen dringend einen Innenverteidiger, denn Deni Stoilov ist ja immer noch verletzt. Und was Offensives mit noch mehr Drang zum Tor wäre auch nicht verkehrt“, sagte Robert Gerhardt vorsichtig. Wobei es deutliche Fortschritte in der Angriffsabteilung gebe. Man müsse auch auf Spieler setzen, bei denen es nicht gleich zündet. Bestes Beispiel sei George Kelbel. „Irgendwann zahlen sie es einem zurück, wobei man natürlich nicht bei jedem Spieler warten kann, bis endlich der Knoten platzt.“

Am 6. Januar ist Trainingsauftakt, am Tag darauf findet nach dem Neujahrsempfang der TSG das vereinsinterne Hallenturnier statt. Für die Vorbereitung auf die Rückrunde hat sich die TSG diesmal mit starken Testgegnern verabredet, ausnahmslos auswärts:

  • 10.01.2018 FC Hansa Rostock 13.30 Uhr
  • 13.01.2018 Hamburger SV II 14 Uhr
  • 17.01.2018 Optik Rathenow 19 Uhr
  • 20.01.2018 VfB Lübeck 14 Uhr
  • 24.01.2018 Torgelower FC Greif 18 Uhr