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Da ich gesundheitlich momentan nicht so hundertprozentig auf dem Posten bin, habe ich mir gedacht, dass ein Süppchen immer geht. Das hält Leib und Seele zusammen, gerade in dieser dunklen Jahreszeit. Und so sind heute rote Linsen auf den Tisch des Hauses gekommen.

Zunächst zwei Zwiebeln würfeln und in einem Topf in Butter anschwitzen. Dazu kommt ein Pfund gewürfelte Kartoffeln, ebenfalls kurz befeuern. Jetzt 150 Gramm rote Linsen, vorher abgespült, ins Kochgeschirr, die ganze Sache eine Minute lang ordentlich durchrühren und dann mit einem reichlichen Liter Gemüsebrühe auffüllen. Salz, Pfeffer, Cayennepfeffer, drei Prisen Zucker und zwei Lorbeerblätter machen die Suppe rund, die nun eine gute Viertelstunde sanft köcheln darf.

Jetzt drei Kellen abnehmen, die Lorbeerblätter entfernen und den Rest fein pürieren. Den Kelleninhalt zurück in den Topf. Die Suppe wird mit knusprig gebratenen Schinkenwürfeln und Schnittlauchröllchen dekorativ bestreut. Feinschmecker, die wir sind, haben wir uns ein paar Tröpfchen Trüffelöl gegönnt. Frisches Brot passt auch gut dazu, aber wie gesagt, leichte Formschwäche beim angeknockten Koch. Ich hoffe, Ihr haut mit mehr Appetit rein. Die feine Linsensuppe wird es schon richten, dafür verbürge ich mich.