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Da ja auch Strelitzer mal Urlaub machen müssen, will ich noch eine Warnung der Landestierärztekammer mit in Umlauf bringen, die mich eben aus unserer Kreisverwaltung erreicht hat. Eine leckere ungarische Salami direkt vom Erzeuger, schmackhafte Wildschweinwurst aus Rumänien oder delikates Rindfleisch aus Japan: Was das kulinarische Herz der Daheimgebliebenen erfreuen könnte, kann sich als tickende Zeitbombe bezüglich der Einschleppung einer Tierseuche entpuppen.
Aus diesem Grunde warnt die Kammer ausdrücklich davor, Fleisch und Wurstwaren sowie Jagdtrophäen wie Wildschweinfelle aus dem Urlaub nach Deutschland einzuführen. Die Einfuhr von Fleisch und Fleischerzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern sei ohnehin verboten.
„Außerhalb Europas, in Drittländern, aber auch im Baltikum und in Polen gibt es immer noch Ausbrüche klassischer Tierseuchen, die hier lange nicht mehr aufgetreten sind. Dazu gehört aktuell vor allem die Afrikanische Schweinepest, die sich immer weiter Richtung Westen ausbreitet“, heißt es. Der Erreger der Schweinepest könne sogar in gefrorenem, gepökeltem oder geräuchertem Fleisch und Wurstwaren überleben, ja selbst in Jagdtrophäen.
Daneben sollten Reisende strikt darauf achten, Speise-, vor allem Wurstreste, auf Parkplätzen an Autobahnen oder Fernstraßen nicht einfach weg-, sondern stets in geschlossene Müllbehälter zu werfen. Weil die Afrikanische Schweinepest auf diesem Wege – Wildschweine fressen solche achtlos entsorgten Essensreste und infizieren sich so mit dem Virus – verbreitet wird, hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft reagiert: An Autobahnraststätten, Parkplätzen und Autohöfen gibt es auf Plakaten in mehreren Sprachen Hinweise zum Thema.