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Die Wesenberger Feuerwehr feiert heute ihr 90-jähriges Bestehen, und schon am Mittag waren viele Leute auf das Festgelände am Gerätehaus in der Bahnhofstraße gekommen. Der legendäre Eintopf der Wehr verfehlte einmal mehr nicht seine Anziehungskraft. Jede Menge Technik war umlagert. Im Inneren des Hauses waren eine Ausstellung und eine Leinwand für Vorführungen aufgebaut, konnten die Ausrüstungen der Einsatzkräfte in Augenschein genommen werden. Am Nachmittag stellte die Wehr dann bei einer Übung ihre Schlagkraft unter Beweis.

Unter ihrem neuen Wehrführer Martin Gohlke scheint die Truppe zu alter Form aufzulaufen, nachdem sie in der jüngeren Vergangenheit auch Anlass zur Sorge gegeben und sich die Stadtvertretung eingeschaltet hatte.

In doppelter Funktion war Helmut Hamp heute am Ort des Geschehens. Bekanntlich ist Wesenbergs Bürgermeister vor einem Jahr auch Mitglied der Feuerwehr geworden, als sich diese auf dem Höhepunkt der Krise befunden hatte. Gelegenheit für Strelitzius, ihn nach den Plänen für ein neues Feuerwehrhaus zu fragen. In der Diskussion der Stadtvertreter war der Standort alte Likörfabrik gegenüber dem jetzigen Gerätehaus als Alternative genannt worden.

Hamp hält die Idee für nicht realisierbar, von den Kosten mal ganz abgesehen. „Ich weiß, dass der jetzige Eigentümer bemüht ist, den Denkmalschutz für die marode Fabrik los zu werden. Wenn ihm das gelingt, gibt es sofort auch Interessenten, die Pläne mit der Immobilie haben.“ Es sei auch unsinnig, Geld für ein Grundstück auszugeben, wenn die Kommune über ungenutzte, wesentlich günstiger liegende Areale verfüge.

Der Bürgermeister favorisiert einen Standort an der B 198 im Bereich des Gewerbegebietes Am Pump für einen Neubau. „Sehen wir uns das Einsatzgeschehen an, dann lässt sich mühelos feststellen, dass beim Gros der Alarmierungen über die Bundesstraße ausgerückt wird. Auch wäre es von Vorteil, mit dem Feuerwehrhaus aus dem Wohngebiet herauszukommen. Dadurch eröffnen sich ganz andere Möglichkeiten für die Ausbildung“, schätzte Helmut Hamp ein.

Alle diese Überlegungen müssten jetzt erst einmal durch die Köpfe der Kameradinnen und Kameraden. Die Stadt konzentriere sich in ihren Planungen momentan auf den Marktbereich, wo der Abriss der Alten Post und die Neubebauung der Ecke endlich anstehe.

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