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Wird jetzt das sinkende Schiff verlassen? Eben habe ich erfahren, dass der Betriebsratsvorsitzende der Theater und Orchester GmbH, Johannes Gnau, eine Kehrtwende gemacht hat. Galt er bislang als Verfechter des Mehrspartentheaters am Standort Neustrelitz/Neubrandenburg und damit des sogenannten Solidarmodells, so hat er sich gestern im Neustrelitzer Kultur- und Bildungsausschuss plötzlich für das in Neustrelitz abgelehnte Fusionsmodell aus Schwerin ausgesprochen.

Böse Zungen behaupten, dass Gnau, der sich auf die drohende Insolvenz und seine persönliche Verantwortung für die Belegschaft beruft, ja nichts zu verlieren hat. Er ist schließlich Musiker der Neubrandenburger Philharmonie. Und die steht nicht zur Disposition. Das Theaternetzwerk war jedenfalls von dem Sinneswandel Gnaus völlig überfahren.