Wenn die Volleyball-Bundesligisten des PSV in der Strelitzhalle spielten, blieb kaum ein Platz leer.
Die Nachricht aus dem Neustrelitzer Rathaus, dass sich der Abschluss der Bauarbeiten an der Strelitzhalle weiter verzögert (Strelitzius berichtete), hat bei den Volleyballern des PSV Neustrelitz für erhebliche Verärgerung gesorgt. „Das ist eine unglaubliche Situation, in höchstem Maß unbefriedigend“, sagte mir Marketing-Chef Patrick Scholz. „Zweieinhalb Jahre zu brauchen, um die Sanierung zu bewerkstelligen, ist einfach indiskutabel. Das schlägt auch auf die Motivation durch. Ich denke, im Namen aller Betroffenen in der Stadt zu sprechen, wenn ich das als eigentlich nicht hinnehmbar bezeichne“, so Scholz.
Die konstituierende Sitzung des Finanzausschusses der Stadtvertretung Neustrelitz hat am heutigen Mittwoch stattgefunden. Zum Ausschussvorsitzenden wurde der Ortsvorsitzende der CDU Patrick Scholz einstimmig gewählt. Seine beiden Stellvertreter sind Dr. Thomas Fiß (PuLS/Linke/Grüne) und Jakob Arlt (SPD).
Patrick Scholz betonte, dass die finanzielle Lage der Stadt äußerst angespannt sei und nur durch gemeinschaftliche Anstrengungen überwunden werden könne. Er rief dazu auf, dass Politik und Verwaltung zusammenarbeiten müssen, um die Herausforderungen zu meistern und langfristige Lösungen zu finden.
Bereits gestern fand die konstituierende Sitzung des Fachausschusses für Stadtentwicklung und Bau der Stadtvertretung Neustrelitz statt. In der Sitzung wurde Andreas Petters einstimmig zum Ausschussvorsitzenden gewählt. Zu seinen Stellvertretern wurden Daniel Priebe (SPD) und Dr. Friederike Fiß (PuLS/Linke/Grüne) ernannt.
Der Fraktionsvorsitzende der CDU/FDP Andreas Petters hofft auf eine gute Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg zum Wohle der Stadt Neustrelitz und wünscht sich für diesen Ausschuss konstruktive Diskussionen, Anregungen und Ergebnisse im Sinne der Residenzstadt Neustrelitz. Der Ausschuss wird in den kommenden Monaten zentrale Themen der Stadtentwicklung beraten und begleiten.
Die Nachricht vom gestrigen Tag, dass sich das SPD-Präsidium hinter die von Kanzler Olaf Scholz befürwortete Stationierung von US-Raketen in Deutschland stellt, ist auch in der Strelitzius-Gemeinde auf Kritik und Unbehagen gestoßen. Gerhard Schneider aus Krümmel schreibt zu seiner obigen Zeichnung:
Mir fehlen die Worte. Das kann nicht gut gehen. Nicht reden, dafür stationieren. Keine ausreichenden Wohnungen bauen können, jetzt noch fehlende Schutzräume. Kann ich mir eine Rakete besorgen und mich dann in ihrem Schatten vor dem Russen schützen? Oder gibt es demnächst im TV die Verlosung von Freikarten für den Bundesbunker in der Eifel?
Dietrich Krügel schickt mir einen Aufruf „Nein zu Deutschland als Kriegspartei – Nein zu neuen Mittelstreckenraketen“ als „Bekenntnis zum Frieden und gegen die ‚Kriegsertüchtigung'“, den ich gern hier anhänge.
Für viele Schüler war es das erste Ferienwochenende nach der Zeugnisausgabe am vergangenen Freitag. Für Nele Scholz, Schülerin des Carolinum in Neustrelitz, war es der erste wichtige Saisonhöhepunkt. Die Sportlerin des WSC Luzin Feldberg e.V. hatte auf die Studienfahrt in der 11. Klasse verzichtet, das Zeugnis abholen und sich von der Schule freistellen lassen, um sich in Italien auf die Zielwettkämpfe der Wasserskisaison 2023 vorzubereiten.
Einer dieser Wettkämpfe gehört zur „waterski pro tour“ und fand am vergangenen Wochenende in Italien statt. Angereist waren Profisportler und Amateure der Wasserskiszene aus der ganzen Welt, um sich in der Disziplin Slalom zu messen. Als Allrounder mit regelmäßigem Training im Slalom, Trick und Springen war es also nicht nicht leicht mit den Spezialisten mitzuhalten. Aber durch eine Teilnahme im vergangenen Jahr an diesem Event war Nele in diesem motiviert, sich auch nur in dieser Disziplin zu präsentieren. Über die drei Runden in den drei Wettkampftagen verbesserte Sie sich mit jedem Lauf. 2,25 Bojen an der 14 m-Leine in der ersten Runde waren für sie nicht zufriedenstellend. 2 Bojen an der 13 m-Leine im zweiten Lauf waren besser und damit das Minimalziel erreicht, aber eigentlich wünschte sie sich mehr. In der letzten Runde fuhr sie dann befreit auf und zeigte, was möglich war. Nach allen 6 Bojen an der 13 m-Leine wurde die Länge noch einmal verkürzt und der Schwierigkeitsgrad erneut erhöht. Letztlich stand ein Finalergebnis mit 1 Boje an der 12m-Leine auf der Anzeige. Neue persönliche Bestleistung und das erste Mal in einem Wettkampf überhaupt! Mit diesem Ergebnis reihte sie sich als 17-Jährige im Mittelfeld in der Klasse der erwachsen Frauen ein. Im Vergleich zu den Vorjahresleistung hatte sie jedoch die größte Leistungssteigerung zu verzeichnen und entschied damit die „Open Women Challenge“ für sich. Eine gute Entschädigung dafür bei dem Jahresevent des heimischen Clubs in Feldberg, den „International German Open“ nicht an den Start gehen zu können. Diese fanden nämlich zeitgleich statt (Strelitzius berichtete).
Der Wettkampf wurde live im Internet übertragen (Video unten). Auch der Finallauf (03:02:45 min.) und die Siegerehrung (10:25:00 min.) der Sportlerin aus Feldberg sind dort zu sehen. Die nächsten Wochen wird sie dann weiter auf der Strecke im Haussee in Feldberg trainieren, sich auf die Jugendeuropameisterschaft Anfang August in Spanien vorbereiten und auch Interessierten beim Erlernen des Wasserskifahren helfen. Dies ist für jedermann montags von 17 bis 20 Uhr an der Feldberger Seebühne möglich.