Das Schlosstheater Rheinsberg. Foto: Andreas Kunow
Mit dem Frühlingsprogramm vom 3. bis 25. April 2026 startet die Kammeroper Schloss Rheinsberg mit ihrem Internationalen Festival junger Opernsänger*innen in eine neue künstlerische Phase unter Dr. Jelle Dierickx. Das Jahresmotiv „Auf Entdeckungsreise mit Heinrich und Wilhelmine“ verbindet die Spielzeit mit den 300. Geburtstagen des preußischen Prinzen Heinrich (18. Januar 1726) und Prinzessin Wilhelmine von Hessen-Kassel (25. Februar 1726): Gesucht werden sowohl die historischen Persönlichkeiten des kleinen Bruders Friedrichs des Großen und seiner Ehefrau als auch ihre Spiegelungen in der Gegenwart.
Freude bei der Musikkultur Rheinsberg: Die Bilanz für den Festivalsommer 2025 ist überaus positiv. Rund 8500 Besucher erlebten 26 Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: drei Musiktheater-Premieren mit insgesamt 17 Aufführungen sowie neun Konzerte – davon acht mit Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Die durchschnittliche Auslastung lag bei 84 % und damit deutlich höher als im Vorjahr; die Open-Air-Hauptproduktion „Die Fledermaus“ erreichte sogar 87 %. Es war – an der Besucherzahl gemessen – die erfolgreichste Produktion in der Ära von Georg Quander als Künstlerischem Leiter (2018 – 2025). Nach 7000 im Jahr 2023 und 7500 im Jahr 2024 liegt zudem die Gesamtbesucherzahl 2025 erneut spürbar höher.
Premiere August 2024, Bundesakademie für junges Musiktheater #BAJMT; Kammeroper Schloss Rheinsberg. Fotos: Uwe Hauth
Der Mond ist für den Menschen vieles: Mysterium, Symbol der Zeit, für Fortschritt, Projektionsfläche und Sehnsuchtsort! Zum Abschluss des Festivalsommers der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2025 lässt die Bundesakademie für junges Musiktheater (#BAJMT) zwei Opern miteinander verschmelzen, die sich der Faszination für den Mond annehmen: Joseph Haydns „Il mondo della luna“ und Lorenzo Romanos „La Luna“. Das bemerkenswerte Doppel geht eine Symbiose ein, das musikalische Stile unterschiedlicher Epochen aufeinanderprallen lässt – und kreiert so rund um die Faszination Mond ein vielschichtiges und unterhaltsames Klangkaleidoskop.
Amelie Sophie Gorzellik als Rosalinde, Rebecca Aline Frese als Prinz Orlofsky und Maximilian Vogler als Eisenstein (von rechts). Fotos: Axel Lauer
Die Ehe der Eisensteins läuft längst nicht mehr rund, das Hausmädchen Adele träumt vom Star-Dasein, und Dr. Falke hat eine ganz persönliche Rechnung zu begleichen: Was im gutbürgerlichen Wohnzimmer rührend beginnt, entpuppt sich auf dem Maskenball des exzentrischen Prinzen Orlofsky als pure Heuchelei – bis sich sämtliche Figuren im Gefängnis wieder treffen. Johann Strauss’ „Die Fledermaus“ ist eine Operette voller Situationskomik, ironischer Lebensweisheiten und bitterbösem Humor. Zu erleben ist die Open-Air-Produktion im Hof des Rheinsberger Schlosses in insgesamt acht Vorstellungen zwischen dem 2. und 15. August.
Isabel Weller als Aminta und Miltiadis Tzimourtos als Agenore. Fotos: Uwe Hauth
Auf den Spielplan des Festivalsommers der Kammeroper Schloss Rheinsberg kehrt diesen Juli eine gefeierte Produktion zurück: „Der königliche Hirte“ von Wolfgang Amadeus Mozart, die bei den Osterfestspielen 2025 bereits von Publikum und Presse begeistert aufgenommen wurde. Die insgesamt sechs Aufführungen finden zwischen dem 18. und 29. Juli 2025 im Schlosstheater Rheinsberg statt.
Hintere Reihe von links: Letícia Peixoto de Moraes, Hannah Schmidt-Ott, Iwona Semla, Kang Kang, Robin Park, Hyewon Seo; vordere Reihe von links): Maximilian Anger, Frank-Rudi Schwochow, Georg Quander, Anja Blumenstein, Ellen Krukenberg, Hans Kim, Clemens Seewald. Foto: Albert Heilmann
Mit einer offiziellen Begrüßung im Schlosstheater begannen am Montagmorgen, dem 30. Juni, die Proben zum diesjährigen Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg: Prof. Georg Quander, der Künstlerische Leiter, hieß die Preisträgerinnen und Preisträger des hauseigenen Internationalen Gesangswettbewerbs herzlich in der Kulturstadt Rheinsberg willkommen. Für die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die sich seit vielen Jahren für die Kultur in der Region engagiert und die Kammeroper als Hauptsponsor unterstützt, begrüßte Vorstandsmitglied Anja Blumenstein die angereisten Künstlerinnen und Künstler ebenso wie Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow.
Alle Jahre wieder ein echtes Erlebnis für Einheimische, Touristen und eingefleischte Klassikfans aus ganz Deutschland: die traditionelle Operngala auf Schloss Rheinsberg. Das Freiluftformat im Schlosshof eröffnet als erster Höhepunkt den diesjährigen Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Am 3., 4. und 5. Juli (Donnerstag, Freitag, Samstag – jeweils 19.30 Uhr) gibt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt mit jungen, aufstrebenden Sängerinnen und Sängern aus aller Welt ein kurzweiliges Programm voller musikalischer Klassikjuwele und Opernschätze.
Operngala im Schlosshof Rheinsberg. Foto: Leo Seidel
Vom 3. Juli bis 7. September 2025 verwandelt sich Rheinsberg erneut in eine Bühne für große Stimmen und Träume: Die Kammeroper Schloss Rheinsberg bietet mit ihrem 34. Internationalen Festival junger Opernsänger*innen in 26 Aufführungen ein breit gefächertes Programm von Klassik bis Jazz. Unter dem Motto „Glücklich ist, wer vergisst“ – inspiriert von Johann Strauss’ „Die Fledermaus“, der Hauptproduktion der Saison – erwartet das Publikum ein hochkarätiges Festspielprogramm: Außergewöhnliche Musiktheaterproduktionen, Operngalas sowie Konzert- und Liederabende beleben die historische Kulisse rund um den Schlosspark. Die Kulturstadt in Brandenburg wird somit erneut zum Magneten für die nächste Generation an aufstrebenden Klassikstars sowie für tausende Opernfans aus dem gesamten Bundesgebiet.
Der Internationale Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg geht 2025 in seine 34. Ausgabe: 354 Opernsängerinnen und -sänger aus 46 Nationen haben sich beworben. Die Anzahl an Bewerbungen steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 65 Prozent – und damit erstmals wieder auf Vor-Corona-Niveau. Mit über 100 Bewerbungen kommt ein knappes Drittel davon aus Deutschland. Südkorea schickt 31 Bewerber ins Rennen, gefolgt von China (23) und den USA (19). Auch Österreich, die Schweiz und Frankreich tragen Bewerberzahlen im zweistelligen Bereich bei.
„Iphigenie in Aulis“ von Christoph Willibald Gluck im Heckentheater. Fotos: Uwe Hauth
Mit zwei umjubelten Operettenabenden der Bundesakademie für junges Musiktheater ging am 30. und 31. August die diesjährige Saison der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Ende. Die Musikkultur Rheinsberg gGmbH zieht eine positive Bilanz. Rund 7500 Zuschauer erlebten die zahlreichen Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: vier Musiktheater-Premieren mit insgesamt dreizehn Aufführungen, zwei Kinoabende und neun Konzerte – davon acht mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper aus 13 Nationen. Es war bereits die 34. Ausgabe des Brandenburgischen Festivals.
Prof. Georg Quander, der künstlerische Leiter des Festivals: „Das Programmangebot der diesjährigen Saison, das die Schatten des großen Trojanischen Krieges auszuleuchten versuchte, verlief künstlerisch sehr erfolgreich. Zahlreiche Aufführungen wurden vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert, und auch die nationale und internationale Presse bewertete Programmgestaltung und Qualität der Aufführungen als bemerkenswert hoch. Neben Glucks ‚Iphigenie in Aulis‘ im Heckentheater war es insbesondere die Wiederaufführung der Oper ‚Dido. Königin von Karthago‘ des einstigen Gluck-Kontrahenten Niccolò Piccinni, die überregionale Beachtung fand. Ein weiteres Highlight war die Koproduktion mit dem Opera Collective Ireland mit Purcells ‚Dido und Aeneas‘ und Blows ‚Venus und Adonis‘.“