Alle Jahre wieder ein echtes Erlebnis für Einheimische, Touristen und eingefleischte Klassikfans aus ganz Deutschland: die traditionelle Operngala auf Schloss Rheinsberg. Das Freiluftformat im Schlosshof eröffnet als erster Höhepunkt den diesjährigen Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Am 3., 4. und 5. Juli (Donnerstag, Freitag, Samstag – jeweils 19.30 Uhr) gibt das Brandenburgische Staatsorchester Frankfurt mit jungen, aufstrebenden Sängerinnen und Sängern aus aller Welt ein kurzweiliges Programm voller musikalischer Klassikjuwele und Opernschätze.
Operngala im Schlosshof Rheinsberg. Foto: Leo Seidel
Vom 3. Juli bis 7. September 2025 verwandelt sich Rheinsberg erneut in eine Bühne für große Stimmen und Träume: Die Kammeroper Schloss Rheinsberg bietet mit ihrem 34. Internationalen Festival junger Opernsänger*innen in 26 Aufführungen ein breit gefächertes Programm von Klassik bis Jazz. Unter dem Motto „Glücklich ist, wer vergisst“ – inspiriert von Johann Strauss’ „Die Fledermaus“, der Hauptproduktion der Saison – erwartet das Publikum ein hochkarätiges Festspielprogramm: Außergewöhnliche Musiktheaterproduktionen, Operngalas sowie Konzert- und Liederabende beleben die historische Kulisse rund um den Schlosspark. Die Kulturstadt in Brandenburg wird somit erneut zum Magneten für die nächste Generation an aufstrebenden Klassikstars sowie für tausende Opernfans aus dem gesamten Bundesgebiet.
Der Internationale Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg geht 2025 in seine 34. Ausgabe: 354 Opernsängerinnen und -sänger aus 46 Nationen haben sich beworben. Die Anzahl an Bewerbungen steigt damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 65 Prozent – und damit erstmals wieder auf Vor-Corona-Niveau. Mit über 100 Bewerbungen kommt ein knappes Drittel davon aus Deutschland. Südkorea schickt 31 Bewerber ins Rennen, gefolgt von China (23) und den USA (19). Auch Österreich, die Schweiz und Frankreich tragen Bewerberzahlen im zweistelligen Bereich bei.
„Iphigenie in Aulis“ von Christoph Willibald Gluck im Heckentheater. Fotos: Uwe Hauth
Mit zwei umjubelten Operettenabenden der Bundesakademie für junges Musiktheater ging am 30. und 31. August die diesjährige Saison der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Ende. Die Musikkultur Rheinsberg gGmbH zieht eine positive Bilanz. Rund 7500 Zuschauer erlebten die zahlreichen Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: vier Musiktheater-Premieren mit insgesamt dreizehn Aufführungen, zwei Kinoabende und neun Konzerte – davon acht mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper aus 13 Nationen. Es war bereits die 34. Ausgabe des Brandenburgischen Festivals.
Prof. Georg Quander, der künstlerische Leiter des Festivals: „Das Programmangebot der diesjährigen Saison, das die Schatten des großen Trojanischen Krieges auszuleuchten versuchte, verlief künstlerisch sehr erfolgreich. Zahlreiche Aufführungen wurden vom Publikum mit Standing Ovations gefeiert, und auch die nationale und internationale Presse bewertete Programmgestaltung und Qualität der Aufführungen als bemerkenswert hoch. Neben Glucks ‚Iphigenie in Aulis‘ im Heckentheater war es insbesondere die Wiederaufführung der Oper ‚Dido. Königin von Karthago‘ des einstigen Gluck-Kontrahenten Niccolò Piccinni, die überregionale Beachtung fand. Ein weiteres Highlight war die Koproduktion mit dem Opera Collective Ireland mit Purcells ‚Dido und Aeneas‘ und Blows ‚Venus und Adonis‘.“
Vivica Genaux als Klytämnestra zu den Osterfestspielen in Rheinsberg. Foto: Uwe Hauth
Vivica Genaux gehört zu den großen Namen der Klassikwelt – seit über zwei Jahrzehnten begeistert die Ausnahmesängerin aus Alaska ihr Publikum rund um den Erdball. So auch im Ruppiner Land, wo Genaux 2024 gleich mehrere Wochen verbrachte: Sie war bei den Osterfestspielen der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu erleben, und tritt nun im Rahmen des Festivalsommers erneut in der Opernproduktion „Iphigenie in Aulis“ auf. Zum Abschied gibt die Mezzosopranistin ein großes Open-Air-Konzert: Am Samstag, 20.7., ab 19.30 Uhr präsentiert sie gemeinsam mit dem Orchester Concerto Brandenburg ein bemerkenswertes Galaprogramm im Hof des Rheinsberger Schlosses.
Neben Musik von Wolfgang Amadeus Mozart und Christoph Willibald Gluck ist an diesem Abend auch Zeit für Neuentdeckungen, die direkt ins Ohr gehen: So sind Werke des böhmischen Komponisten Josef Mysliveček und des Italieners Andrea Luca Luchesi zu hören. Die Musik stammt aus der Zeit, in der Prinz Heinrich sein Rheinsberger Schlosstheater eröffnete – dieses wird in diesem Jahr 250 Jahre alt.
Kammeroper und Sparkasse OPR begrüßen die Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. Foto: Musikkultur Rheinsberg
Mit einer offiziellen Begrüßung im Schlosstheater begannen am heutigen Montagmorgen die Proben zum diesjährigen Festivalsommer der Kammeroper Schloss Rheinsberg: Prof. Georg Quander, der Künstlerische Leiter, hieß die Preisträgerinnen und Preisträger des Gesangswettbewerbs neben weiteren Solisten in Rheinsberg willkommen. Für die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin, die sich stets für die Kultur in der Region engagiert und die Kammeroper als Sponsor fördert, begrüßte Pressesprecherin Petra Beister die gestern angereisten Künstlerinnen und Künstler.
Neben den Solisten der bevorstehenden Operngala war das Ensemble der Opernproduktion „Iphigenie in Aulis“ mit von der Partie. Im Anschluss an die Begrüßung haben die Proben direkt begonnen. Auch die Mitarbeiterinnen von Kostüm und Maske nehmen heute ihre Arbeit im Kavalierhaus auf; in der Bühnentechnik wird schon seit Wochen an den Vorbereitungen gewerkelt.
Vom 22. Juni bis 31. August findet in diesem Jahr der beliebte Rheinsberger Opernfestivalsommer statt. Unter dem Motto „Die Schatten Trojas“ wird in zahlreichen Veranstaltungsformaten dem Mythos rund um Troja nachgespürt. Musiktheater spielt dabei die größte Rolle: Neben Christoph Willibald Glucks „Iphigenie in Aulis“ im Heckentheater (Premiere: 6. Juli) ist Niccolò Piccinnis „Dido – Königin von Karthago“ als zweite Open-Air-Produktion im Hof des Rheinsberger Schlosses zu erleben (Premiere: 25. Juli).
Die Regisseurin Andreea Geletu richtet das Werk als halbszenische Produktion in geschichtsträchtiger Schlosshofkulisse ein. Die musikalische Leitung übernimmt Bernhard Forck, der Konzertmeister der nach Rheinsberg zurückkehrenden Akademie für Alte Musik Berlin. Die Rollen geben die Preisträger des 33. Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg: Über 200 Bewerbungen aus aller Welt gab es in diesem Jahr. Die Hauptpartien werden doppelt besetzt: So bekommen noch mehr aufstrebende Opernsängerinnen und -sänger zu Beginn ihrer Karriere die Möglichkeit, sich mit einem starken Auftritt auf professionellem Niveau zu beweisen.
Für den 33. Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg haben sich 214 Opernsängerinnen und -sänger aus 40 Nationen von allen Kontinenten beworben. Mit 54 Bewerbungen kommt ein knappes Viertel davon aus Deutschland, gefolgt von Südkorea mit 27. China und die Schweiz sind mit jeweils zwölf Bewerbungen auf dem dritten Platz. Es folgt Österreich mit zehn Einsendungen; Russland, Frankreich und Schweden tragen im höheren einstelligen Bereich bei. Bewerbungen aus Südamerika und Südafrika, Hongkong, Japan, Australien, Kanada und den USA zeigen die weltweite Reichweite und die Bedeutung, die der Internationale Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg für die Opernwelt hat.
Die besten Bewerberinnen und Bewerber werden Ende Februar zum Vorsingen nach Rheinsberg eingeladen; die Jury besteht aus den Künstlerischen Vorständen der Opernproduktionen und der Meisterklassen, den Gesangsdozenten Hanno Müller-Brachmann und Carolin Masur, den Dirigenten Werner Ehrhardt und Bernhard Forck, der Regisseurin Andreea Geletu sowie Georg Quander, dem Künstlerischen Leiter der Kammeroper.
Szene aus „The Fairy-Queen“, Bundesakademie für junges Musiktheater 2023. Foto: Uwe Hauth
Mit Henry Purcells „The Fairy-Queen“ präsentierte die Bundesakademie für junges Musiktheater (kurz #BAJMT) in Rheinsberg bereits zum dritten Mal eine eigene Opernproduktion. 20 junge Menschen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren realisierten in fachübergreifender Zusammenarbeit und unter Anleitung von Branchenprofis einen Musiktheaterabend auf hohem Niveau. Sowohl die überaus positive Resonanz des Publikums als auch das Feedback der Beteiligten bestätigen: Das Konzept der #BAJMT ist auch in diesem Jahr aufgegangen. Und so nehmen die Verantwortlichen bereits jetzt die kommende Ausgabe in den Blick, die 2024 abermals im Rahmen der Kammeroper Schloss Rheinsberg stattfinden wird.
Bei der #BAJMT erarbeiten Jugendliche und junge Erwachsene jährlich eine Produktion in eigener künstlerischer Verantwortung und unter professionellen Bedingungen – auf und hinter der Bühne. In mehreren Arbeitsphasen entsteht die Grundkonzeption einer Inszenierung, die in einer mehrwöchigen Produktionsphase an der Musikakademie Rheinberg realisiert wird. Unterstützt werden die Teilnehmenden von erfahrenen Coaches und erhalten so die Möglichkeit, sich auszuprobieren, künstlerische Fertigkeiten weiterzuentwickeln und die eigene Persönlichkeit zu stärken.
Der Bariton Friedemann Gottschlich in Georg Quanders umjubelter Inszenierung von „La Molinara“ Foto: Uwe Hauth
Mit zwei umjubelten Aufführungen von Henry Purcells „The Fairy-Queen“ der Bundesakademie für junges Musiktheater ging am 17. und 18. August 2023 die diesjährige Saison der Kammeroper Schloss Rheinsberg zu Ende. Die Musikkultur Rheinsberg gGmbH zieht eine positive Bilanz. Rund 7000 Zuschauer erlebten die zahlreichen Veranstaltungen an den Spielstätten rund um das Rheinsberger Schloss: zwei Premieren mit insgesamt zwölf Opernaufführungen, ein Kinoabend und 14 Konzerte – davon elf mit Preisträgerinnen und Preisträgern des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper aus 18 Nationen.
Georg Quander, der künstlerische Leiter des Festivals, setzte bei der Stückauswahl der Hauptproduktion auf eine Rarität: „La Molinara von Giovanni Paisiello war zu ihrer Entstehungszeit ein weltberühmtes Stück, das aber leider völlig in Vergessenheit geraten ist. Das Wagnis, das Stück wieder auf den Spielplan zu setzen, ist dabei voll aufgegangen – das Werk hat seine musikalischen und szenischen Qualitäten unter Beweis gestellt: Das Publikum reagierte mit Standing Ovations und die Presseberichterstattung war hervorragend.“ Quander selbst führte Regie und freut sich über die gelungene Zusammenarbeit mit dem Orchester: „Ich bin sehr glücklich, dass es mir gelungen ist, die Akademie für Alte Musik Berlin als Orchester für die Molinara zu gewinnen. Es war wieder ein Traum, mit diesen Ausnahmemusikern ein szenisches Werk zu erarbeiten.“
Auch das Brandenburgische Staatsorchester, das Theresia Orchestra und das Ensemble Mozaique beteiligten sich u.a. am abwechslungsreichen Programm. Es gab Kooperationen mit der Barenboim-Said-Akademie, den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci sowie Julian Prégardien und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Außerdem gastierte die beliebte Operngala beim Stadtfest in Frankfurt (Oder) und im Rahmen der Brandenburgischen Sommerkonzerte auf der Burg Storkow.