Traditionell ziehe ich am letzten Tag des Jahres hier Bilanz. Der Strelitzius Blog konnte auch 2025 zulegen, und das kräftig: Bei den Aufrufen stehen für die vergangenen zwölf Monate über zwei Millionen zu Buche, das ist eine satte Steigerung um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
In Mecklenburg-Vorpommern wurden im Jahr 2024 insgesamt 88 Verfahren auf Errichtung von Windenergieanlagen beschieden – so viele wie seit 2018 (48) nicht mehr. Im Rahmen dieser 88 Verfahren wurden 37 Genehmigungen für 198 Windenergieanlagen mit einer Leistung von mehr als 1.000 Megawatt und einem Investitionsvolumen von fast 1,8 Milliarden Euro erteilt. Im Vorjahr waren es 51 Verfahren, darunter 37 Genehmigungen für 126 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 671 Megawatt und einem Investitionsvolumen von mehr als 1 Milliarde Euro. Damit liegt das Land nach der Erhebung der Fachagentur Wind und Solar auf dem fünften Platz aller Bundesländer.
Minister Reinhard Meyer bei der Vorstellung der Mobilitätsoffensive im April in Schwerin. Foto: VMV
Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer hat zum Ende des Jahres eine Bilanz für die Bereiche Mobilität, Verkehr und Straßenbau in Mecklenburg-Vorpommern gezogen (Strelitzius berichtete). „Die Mobilität im Land muss klimafreundlich, sicher, bequem und bezahlbar für alle sein. Unsere Verkehrspolitik soll der Unterschiedlichkeit im Land zwischen größeren Städten, dem dünnbesiedelten ländlichen Raum und touristischen Räumen Rechnung tragen. Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs müssen attraktiver werden. Da sind wir auf einem guten Weg – die Mobilitätsoffensive ist gestartet und bietet bereits viele Verbesserungen für die Bürgerinnen und Bürger.
Ziel der Mobilitätsoffensive des Landes ist die Schaffung eines Landesmobilitätsnetzes mit flächendeckenden schnellen vertakteten Bahn- und Busangeboten und Rufbussen, die auch die kleinsten Dörfer des Landes erschließen. Dazu hat das Wirtschaftsministerium drei Handlungsfelder definiert, die sich in der Umsetzung befinden: Ausbau- und Leistungsstrategie für den Schienenpersonennahverkehr, Einführung eines landesweiten Busnetzes (Regiobus MV) mit regelmäßigen Taktverkehren sowie die Einführung eines landesweit einheitlichen Rufbussystems. „Wir legen die Grundlagen, um für die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern über den Ausbau der Angebote einen nachhaltigen Umstieg auf klimafreundliche öffentliche Verkehrssysteme in den Städten, aber insbesondere auch in den ländlichen Räumen einzuleiten. Das geht aber nicht von heute auf morgen. Deshalb gehen wir schrittweise voran“, sagte Meyer.
„Ein gut ausgebautes und funktionierendes Straßennetz bildet die Grundlage für Mobilität, Wirtschaft und Tourismus. Deshalb ist es notwendig, stetig zu investieren. Wir wollen im Flächenland Mecklenburg-Vorpommern die Straßen vorrangig erhalten, dort wo noch erforderlich neu bauen und zugleich in straßenbegleitende Radwege investieren.“ Wirtschafts- und Verkehrsminister Reinhard Meyer hat zum Ende des Jahres für die Bereiche Mobilität, Verkehr und Straßenbau Bilanz gezogen. Hier der erste Teil, der zweite folgt morgen.
Die wichtigste Herausforderung in Bezug auf die Sicherstellung der Mobilität in Mecklenburg-Vorpommern ist der Erhalt der existierenden Straßeninfrastruktur. In Zeiten begrenzter Haushaltsmittel und des zunehmenden Alters der bestehenden Infrastruktur muss die Priorität auf die Erhaltung von bestehenden Straßen und Brücken gelegt werden, um einen fortschreitenden Substanzverlust zu verhindern. Im laufenden Jahr wurden rund 37,2 Millionen Euro in die bauliche Unterhaltung der Landesstraßen sowie 45,9 Millionen Euro in die bauliche Unterhaltung der Bundesstraßen im Land investiert (Stand jeweils 14.12.2023).
Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Emissionen des Verkehrssektors deutlich verringert werden. Ein Baustein hierbei ist die Förderung des emissionsfreien Radverkehrs. Dafür müssen die Radwege attraktiver und sicherer werden. Hierfür hat das Ministerium den Bau von straßenbegleitenden Radwegen an Bundes- und Landesstraßen in 2023 massiv vorangetrieben. An Landesstraßen wurde bis zum 14.12.2023 insgesamt 12,1 Millionen Euro in den Neubau und die Erhaltung von Radwegen an Landesstraßen investiert – ein Rekordwert. Hinzu kommen mit Stand 14.12.2023 Ausgaben in Höhe von 11,1 Millionen Euro für die Radwege an Bundesstraßen.
Die Neustrelitzer Stadtbibliothek im Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz zieht für das Jahr 2023 eine positive Bilanz. Zwar blieb für dieses Jahr eine zusätzliche Landesförderung von ca. 6.000 Euro aus (Strelitzius berichtete), aber durch die stabile kommunale Medienförderung sowie weitere Maßnahmen konnten in diesem Jahr doch wieder ca. 3.000 aktuelle Medien für den Bibliotheksbestand erworben werden.
Zum einen wurden 300 zusätzliche Bücher für Kinder und Jugendliche dank einer Spende der Neuwo in Höhe von insgesamt 4.000 Euro erworben. Zum anderen spendeten Bibliotheksnutzer*innen nach einem öffentlichen Aufruf im Oktober insgesamt ca. 350 aktuelle Medien zur Einarbeitung in den Bibliotheksbestand. Damit war es in diesem Jahr möglich, trotz gestiegener Buchpreise und ausgebliebener Landesförderung wieder eine Erneuerungsquote von 10 Prozent realisieren zu können und somit eines der Kriterien für die zusätzliche Landesförderung im kommenden Jahr zu erreichen. Das Kulturquartier dankt ausdrücklich der Neuwo und allen privaten Spender*innen für ihre Unterstützung! Die gespendeten Bücher sowie die mit den Neuwo-Mitteln erworbenen Kinderbücher werden mit einem entsprechenden Hinweisstempel im Buch gekennzeichnet.