Premiere August 2024, Bundesakademie für junges Musiktheater #BAJMT; Kammeroper Schloss Rheinsberg. Fotos: Uwe Hauth
Der Mond ist für den Menschen vieles: Mysterium, Symbol der Zeit, für Fortschritt, Projektionsfläche und Sehnsuchtsort! Zum Abschluss des Festivalsommers der Kammeroper Schloss Rheinsberg 2025 lässt die Bundesakademie für junges Musiktheater (#BAJMT) zwei Opern miteinander verschmelzen, die sich der Faszination für den Mond annehmen: Joseph Haydns „Il mondo della luna“ und Lorenzo Romanos „La Luna“. Das bemerkenswerte Doppel geht eine Symbiose ein, das musikalische Stile unterschiedlicher Epochen aufeinanderprallen lässt – und kreiert so rund um die Faszination Mond ein vielschichtiges und unterhaltsames Klangkaleidoskop.
Die Neubrandenburger Philharmonie hat ein aufregendes, spielzeitübergreifendes, neues Format ins Leben gerufen: 𝗭𝗨𝗞𝗨𝗡𝗙𝗧𝗦𝗠𝗨𝗦𝗜𝗞 – unter diesem Motto wird ein besonderes Augenmerk auf Werke gelegt, die uns zur intensiven Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeit und Klimaschutz einladen. In der aktuellen Spielzeit steht Joseph Haydns Oratorium DIE SCHÖPFUNG im Mittelpunkt.
Bereits vor mehr als 200 Jahren komponierte Joseph Haydn sein Loblied auf die Erschaffung unserer Erde. In anschaulichen Bildern erzählt das Oratorium von Licht und Dunkelheit, Erde und Wasser, Pflanzen und Tieren und schließlich von der Erschaffung des Menschen und ruft aus: „Und Gott sah, dass es gut war!“ Aber ist heute wirklich alles gut? Wie gehen wir Menschen mit diesem „Wunderwerk“ um? Wie können wir unseren Planeten angesichts von Klimawandel, Ressourcenverschwendung und dem drastischen Rückgang der Artenvielfalt doch noch schützen? Wir stellen uns die Frage: Wie gehen wir heute mit unserer Schöpfung um?
Dieser Frage haben sich auch Schüler*innen aus Neubrandenburg gestellt und sich mit szenischen Aktionen, nachhaltiger Kleidung und einem Hochbeet kreativ eingebracht. Die Schulklassen haben über das Schuljahr hinweg an ihren jeweiligen Projekten gearbeitet und wurden dabei von Ina Stoertzenbach und Theaterpädagogin Klara Ring begleitet. Ihre Arbeiten werden Teil des Konzertes sein.
Am 21. Juni um 20 Uhr erreicht das Projekt seinen Höhepunkt mit einer Aufführung von Haydns Oratorium in drei Teilen für Solostimmen, Chor und Orchester in der Neubrandenburger Stadtkirche. Unter der Leitung von GMD Daniel Geiss vereinen sich die Neubrandenburger Philharmonie, der Akademische Chor der Technischen Universität Westpommerns in Szczecin, der Opernchor der TOG und der Philharmonische Chor Neubrandenburg zu einem unvergesslichen musikalischen Erlebnis.
Die Singakademie Neustrelitz 2022. Foto: W. Baganz
Am kommenden Sonntag, dem 2. Juli, findet um 17 Uhr in der Stadtkirche Neustrelitz eine Aufführung des Oratoriums „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn statt. Schon etliche Monate probt die auf mittlerweile ca. 90 Sängerinnen und Sänger angewachsene Singakademie Neustrelitz nun schon an diesem Werk, welches zu den berühmtesten Vertonungen des Schöpfungsberichtes gilt. Neben dem Chor musizieren die Solisten Sara Mengs (Sopran), Andrés Felipe Orozco (Tenor), Tobias Mengs (Bass) sowie Mitglieder der Neubrandenburger Philharmonie unter der Leitung von Kantor Lukas Storch.
Einen Einführungsvortrag mit vielen Hintergrundinformationen zu Inhalt, Musik und Entstehungsgeschichte des Werkes gibt es vor der Aufführung um 16 Uhr im Borwinheim Neustrelitz durch den Musikwissenschaftler Prof. Dr. Erik Dremel.
Karten zu 18 € (ermäßigt 15 €) gibt es im Vorverkauf beim Theaterservice, der Touristinformation, in der Buchhandlung Wilke, bei Augenoptik Pollex und an der Abendkasse. Der Eintritt zum Einführungsvortrag ist frei.